Trinken in Gesellschaft kann gesund sein

21. März 2009, 17:15
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Stresssenkende Wirkung von mäßigem Alkoholkonsum in Gesellschaft schützt vor Herzerkrankungen und Schlaganfall

New York - Dass mäßiger Alkoholkonsums auch eine gesundheitsfördernde Wirkung haben kann, ergaben bereits frühere Studien. Der festgestellte Effekt beruht aber offenbar nicht nur auf der physiologischen Wirkung der Getränkes selbst. Vielmehr spielt der soziale Rahmen, in dem Menschen trinken, eine bedeutende Rolle, wie eine japanische Untersuchung ergab. Demnach schützen geringe Mengen Alkohol vor allem jene Menschen vor Herzerkrankungen und Schlaganfall, die in geselliger Runde trinken.

"In Japan gibt es zwei Muster für Alkoholkonsum", sagt Hiroyasu Iso von der Universität Osaka. "Entweder trinkt man allein oder abends im Kreis der Familie, oder aber man trinkt in sozialem Rahmen mit Arbeitskollegen, Freunden und Nachbarn." An fast 20.000 Männern zwischen 40 und 69 Jahren prüfte der Forscher, wie soziale Faktoren die gesundheitliche Wirkung von Alkohol beeinflussen. "Leichter bis mäßiger Alkoholkonsum senkte das Risiko für Schlaganfall und Herzerkrankungen vor allem bei jenen Menschen mit großer sozialer Unterstützung", berichtet Iso.

Stressabbau

Der Forscher vermutet in der Zeitschrift Alcoholism: Clinical & Experimental Research, dass gerade der Alkoholgenuss in Gesellschaft das Wohlbefinden steigert und Stress abbaut. Dies gelte aber nur für mäßigen Konsum, betont Iso. Größere Mengen Alkohol seien in jedem Fall schädlich. (APA/red)

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