HPV-Impfung: Spanien zog 70.000 Dosen Gardasil zurück

20. März 2009, 14:15
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Zwei Mädchen nach großer Schulimpfaktion in Krankenhaus eingeliefert

Madrid - Die spanischen Gesundheitsbehörden haben im Februar mehr als 70.000 Dosen eines Impfstoffes der Marke Gardasil gegen Gebärmutterhalskrebs vom Markt genommen, nachdem zwei Mädchen nach der Impfung ins Krankenhaus mussten. Eines der beiden Mädchen aus der Region Valencia musste nach der Impfung auf der Intensivstation untergebracht werden, das andere wurde nur wenige Tage nach dem Eingriff entlassen, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden von Valencia. Laut Gesundheitsministerium in Wien ist die betroffene Charge in Österreich nicht im Einsatz, ähnliche Krankheitsfälle seien nicht bekannt.

Schulimpfaktion

Die beiden Jugendlichen waren in der vergangenen Woche im Rahmen einer großangelegten Impfkampagne gegen das Humane Papillomavirus (HPV) geimpft worden, das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann. Wenige Stunden nach der Impfung klagten sie über Unwohlsein und kamen ins Krankenhaus. Bis zu einer Klärung des möglichen Zusammenhangs zwischen der Impfung und den Gesundheitsproblemen der Mädchen ordnete das Gesundheitsministerium an, alle 75.582 Dosen des HPV-Impfstoffes der Marke Gardasil aus der selben Produktionsmarge vorerst zurückzuziehen.

Gardasil-Hersteller Merck gab Anfang des Monats Februar einen quartalsmäßigen Rückgang bei den weltweiten Verkäufen des Impfstoffes Gardasil von 16 Prozent bekannt. (APA/red)

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