Drehbuchpreise

Richard Schuberth und Arash T. Riahi ausgezeichnet

20. März 2009, 12:24

Förderungspreise gehen an Albert Meisl, Katharina Mückstein, Severin Fiala und Ulrike Putzer

Graz - Im Rahmen des Filmfestivals Diagonale wurden am Freitag die Drehbuchpreise verliehen. Mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis der Stadt Graz wurde Richard Schuberth für "Claudia schafft das schon" ausgezeichnet. Der Thomas-Pluch-Hauptpreis ging an Arash T. Riahi für "Einen Augenblick Freiheit", wobei der Film auch Teil des Diagonale-Programms ist.

Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis ist zweigeteilt: Den Hauptpreis, dotiert mit 14.500 Euro erhielt der Wiener Richard Schuberth. Er erzählt in "Claudia schafft das schon" die Geschichte einer Krankenschwester auf der Intensivstation, die in die Ermordung hilfloser Patienten verwickelt wird. Der Förderungspreis in der Höhe von 7.200 Euro ging an "Nur ein Spiel" von Albert Meisl (Wien). Er schildert die Geschichte eines Schauspielschülers und seines Lehrers.

Den Thomas-Pluch-Hauptpreis (11.000 Euro) erhielt Arash T. Riahi für "Einen Augenblick Freiheit". Darin geht es um die Odyssee dreier Flüchtlingsgruppen, die aus dem Iran und dem Irak wegwollen und in der Türkei landen. Riahi wurde 1972 im Iran geboren und lebt seit 1983 in Österreich. "Ein Augenblick Freiheit" ist sein erster Kinospielfilm. Weiters wurden "März" von Händl Klaus sowie "Rimini" von Peter Jaitz nominiert.

Die beiden Förderpreise, die jeweils mit 5.500 Euro dotiert sind, gingen an Alexander Stecher ("Das große Glück sozusagen") sowie je zur Hälfte an Katharina Mückstein ("Die Vereinigung") und das Team Severin Fiala und Ulrike Putzer für "Elefantenhaut". (APA)

 

 

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10 Postings
piet birding
14
20.3.2009, 13:30
seilschaften.

wieder mal richard schuberth.

ob das wohl damit zu tun hat, dass er und jurypräse reinhard jud gemeinsam schreiben und sonst auch ganz dick sind?
sicher nicht, denn der carl-mayer wird ja anonym vergeben, und der richi hat dem reini gaaaaanz sicher nix erzählt von seiner geschichte. und dass er mitmacht. ehre schwöre !

(und nein, ich bin weder autor, noch hab ich teilgenommen. der neid frißt mich daher nicht - lediglich die schiefe optik stört mich !)


gratulation an die weiteren preisträger !

kraushart
00
26.3.2009, 17:48

ich hatte vor ein paar Jahren das Vergnügen in der Jury des Carl-Mayer-Preises zu sitzen und muss die Jury um Reinhard Jud hier eindrücklich in Schutz nehmen: sowohl er, als auch das Kulturamt der Stadt Graz tun alles, um den Wettbewerb wirklich anonym sein zu lassen.
Reinhard Jud hat damals beim ersten Jurytreffen gesagt, er habe eine vage Vermutung, wer Einreichung Nr. XY geschrieben haben könnte und hat sich im Folgenden aus allen Diskussionen und Abstimmungen diese Einreichung betreffend herausgehalten!
Ich halte es außerdem für ausgeschlossen, dass in den sehr demokratisch ablaufenden Sitzungen ein Jurymitglied "seine" Einreichung gegen den Widerstand seiner Kollegen "durchdrücken" kann!

s. mode
00
21.3.2009, 22:27

es haben nur 37 Autoren eingereicht! das gibt auch zu denken. wozu so ein teurer preis bei so wenig stoffen, aus denen ausgewählt wird?

Richard Schuberth
01
21.3.2009, 13:17
schiefe optik

Lieber Herr Birding!

Natürlich habe ich weder Reinhard Jud noch irgendeinem Jurymitglied von meiner Teilnahme erzählt. Ich habe beim Schreiben des Treatments sogar bingelig darauf geachtet, meine Spuren (Stil und Stilfehler ;-) zu verwischen - um die Entscheidung der Jury nicht gegen mich zu beeinflussen (Vorsichtsmaßnahme). Sie sollten auch nicht vergessen, dass der Juryvorsitzende kein Diktator ist, sondern einem demokratischen Gremium vorsteht. Niemand hat damit gerechnet, dass das prämierte Treatment von mir stammt!!!!
So, und jetzt werde ich ein schönes Drehbuch daraus machen.

Herzlichst

Richi

sagamal...
00
23.3.2009, 12:20
super richi!

gratuliere!
das ist toll! und deine antwort macht die skeptiker hoffentlich schmähstad.
ich wünsche dir noch viele preise mit viel kohle - die braucht man ja in einem land wie österreich, wenn man als künstlerIn durchkommen will. thomas bernhard läßt grüßen...

Pino Pumpi
01
23.3.2009, 11:14
recht haben sie, herr schuberth.

in diesem sinnne gratulation zum sieg, ich hoffe sie freuen sich trotz missgünstiger kollegenschaft und können sich mit dem preisgeld ein bißchen mehr als mietezahlen leisten!

Ulysses42
00
22.3.2009, 19:49
4

Den persönlichen Ehrgeiz hat man bei einigermaßen solider psychischer Disposition ohnehin bereits beim ersten Mal befriedigt. Falls nicht, dann heilt auch die Wiederholung der Wiederholung nichts.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich ehrlich auf die Verfilmung Ihrer Stoffe!

Mit den besten Grüssen - der Wanderer zwischen den Welten, der Seefahrer ohne Heimat

Ulysses42
00
22.3.2009, 19:48
tre

Dieses behauptete Kontrollieren des Unkontrollierbaren, absichtliche "fremd und anders" schreiben, das nimmt einem doch kein halbwegs intelligenter Mensch ab. Ein Kollege schon gar nicht!
Jeder Preis sinkt im Wert mit der Häufigkeit des Erhalts. Soll heißen: Auch wenn der schnöde Mammon lockt - sehen Sie Preise nicht als Gelderwerbsquelle!
Sie dienen einzig und allein zur Veredelung des Curriculum Vitae. Wenn sie dort gleich mehrmals genannt werden, ist man in den Augen des Betrachters entweder ein Genie oder ein Idiot. Und ersteres zu beweisen ist schwerer, glauben Sie einem alten Mann!

Ulysses42
02
22.3.2009, 19:46
due

Sehen Sie, ich schreibe nun seit vielen Jahren Drehbücher, natürlich und vor allem mit Co-Autoren und ich würde den Stil jedes Einzelnen wieder erkennen. Wenn einer davon der Jurypräsident eines Preises ist, den ich ohnehin bereits erhalten habe - nun das sieht doch nicht schön aus, da wieder mitzumachen! Das kann man sich doch verkneifen! Dann erspart man sich das um Worte ringen, um andere glauben machen zu wollen, man habe die Situation nicht ausgenutzt. Und dieses angebliche Verfälschen des eigenen Stils... Wieder muss ich aus meiner Erfahrung sprechen: entweder ein Autor hat einen individuellen, unverkennbaren Stil oder er hat gar keinen!

Ulysses42
01
22.3.2009, 19:45
Ein oder zwei Ratschläge uno

Junger Mann, ich sehe ich mich genötigt, mich mit ein paar unerbetenen Ratschlägen zu Wort zu melden. Lassen Sie sich von einem tatsächlich an Jahren und Erfahrung sehr alten Hasen den folgenden Rat geben: äußern Sie sich zu Vorwürfen aller Art nur, wenn es Ihre Situation verbessert.
Das ist hier nicht der Fall. Vor Ihrer namentlich ausgezeichneten Stellungnahme, handelte es sich bei der Behauptung einer amicalen Beziehung zwischen Ihnen und dem Präsidenten Jud (?!) bloß um ein Gerücht. Durch Ihre Wortmeldung haben Sie dieses jedoch verifiziert. In der Defensive schlägt man oft daneben heißt es so schön und da legen Sie doch ein paar Behauptungen unsere Profession betreffend an den Tag, die ich so nicht stehen lassen will.

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