Eine Million Euro Beute bei Überfall auf Moskauer Flughafen

20. März 2009, 11:00
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Täter mit Maschinenpistolen zwangen VIP zum Aussteigen aus Kleinbus

Moskau  - Mit Maschinenpistolen bewaffnete Täter haben auf dem internationalen Moskauer Flughafen Wnukowo einem Fluggast zwei Koffer mit umgerechnet einer Million Euro geraubt. Die maskierten Banditen bremsten mit ihrer schwarzen Blaulicht-Limousine den VIP-Kleinbus des Flughafens aus und zwangen das Opfer zum Aussteigen, berichtete die Moskauer Tageszeitung "Gaseta" am Freitag. Nach einander widersprechenden Angaben wurde der Überfall am Donnerstag direkt auf dem Rollfeld oder auf dem Flughafengelände außerhalb des Sicherheitsbereichs verübt.

Die Leitung des Flughafens teilte mit, durch den Überfall seien keine anderen Fluggäste gefährdet worden. Die Banditen hätten den russischen Geschäftsmann (33) aus dem Nordkaukasus auf den Asphalt gezwungen, die Koffer an sich gerissen und seien dann mit dem Wagen geflohen. In Russland ist es üblich, dass Politiker, Wirtschaftsbosse und andere einflussreiche Personen mit eigenen Fahrzeugen bis an die Gangway des Flugzeugs gebracht werden.

Das Auto der Gangster hatte möglicherweise gefälschte Nummernschilder mit einer Buchstabenkombination, die an die Polizeiführung, die Generalstaatsanwaltschaft oder den Fuhrpark der Regierung vergeben wird. Die Staatsagentur RIA Nowosti zitierte einen Ermittler, wonach der Tathergang auf eine Beteiligung von Geheimdienstlern schließen lasse. (APA/dpa)

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