Mac-Kloner bringt neuen High-End-PC gegen Apple in Stellung

20. März 2009, 10:24
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Open(3) ist in der umfangreichsten Ausstattung mit Core 2 Quad-Chip und zwei Terabyte Speicher günstiger als Apples Mac Pro

Obwohl mit Apple seit Monaten in einen Rechtsstreit verwickelt, hat das US-Unternehmen Psystar einen neuen Mac-Klon auf den Markt gebracht. Der Open(3) ist in der Basis-Konfiguration mit einem Intel Core 2 Duo-Prozessor mit 2,8 GHz, 2 GB Arbeitsspeicher, einer 500-GB-Festplatte und einer GeForce 8400GS-Grafikkarte mit 256 MB ausgestattet und kostet rund 600 US-Dollar. Als Betriebssystem kommt natürlich Mac OS X zum Einsatz.

Günstiger als Mac Pro

Mit diesem Preis kostet der Rechner so viel wie Apples kleinster Computer, der Mac Mini. Aufgerüstet mit einem Core 2 Quad Q8200-Chip mit 2,53 GHz, 4 GB RAM, zwei Festplatten mit je 1 TB Speicher, einem Blu-ray-Brenner, GeForce 9500GT-Grafikarte mit 512 MB, Bluetooth, WLAN und drei Firewire 800 Ports kostet der Rechner 1.765 Dollar. Apples Quad-Core-Rechner Mac Pro fängt bei 2.499 Dollar an.

Mac-Klone seit einem Jahr

Psystar bietet seit rund einem Jahr Rechner mit Mac OS X an. Apple wirft dem Unternehmen vor, mit der Installierung des Betriebssystems auf Apple-fremder Hardware gegen die Softwarelizenzierung zu verstoßen. Ursprünglich hatte das Unternehmen seinen ersten Rechner sogar OpenMac genannt, das Gerät jedoch nach kurzer Zeit auf den unverfänglicheren Namen OpenComputer umbenannt.

Rechtsstreit

Seit Sommer letzten Jahres stecken Psystar und Apple in einem nach wie vor andauernden Rechtsstreit. Apple wirft dem Unternehmen vor, gegen seine Lizenzbedingungen und das Urheberrechtsgesetz zu verstoßen. Psystar klagt Apple wiederum an, in den USA gar kein Patent auf Mac OS X zu besitzen. Zudem argumentiert das Unternehmen, dass es Mac OS X legal erworben habe und demnach damit machen könne, was es wolle.

Mac-Klon aus Deutschland

Auch in Deutschland wird mittlerweile ein Desktop-PC mit Mac OS X angeboten. Der PearC von Hypermeganet wird ab 599 Euro verkauft und ist laut Hersteller zumindest in Deutschland legal (derWebStandard berichtete). "Endbenutzer-Lizenzverträge werden in Deutschland nur dann zum Vertragsbestandteil, wenn sie vor dem Kauf der Software vereinbart wurden. Die Einschränkung, die Apple für sein Betriebssystem Mac OS X in der EULA macht, hat daher in Deutschland keine rechtliche Bewandtnis (BGB §307)", ist auf der Homepage des Unternehmens zu lesen. Ein Reaktion Apples auf den PearC ist bislang noch ausgeblieben. (br)

  • Psystar hat einen neuen Mac-Klon im Angebot
    foto: psystar

    Psystar hat einen neuen Mac-Klon im Angebot

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