Schnellstart-Linux begeistert Tester

20. März 2009, 10:51
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In 15 Sekunden betriebsbereit - Installation erfolgt über Windows - Testversion zum Download

Presto ist ein so genanntes Schnellstart-Linux, das man zusätzlich zu einem laufenden Betriebsystem installieren kann. Die Idee dahinter: Anstatt für kurzes Email-Checken oder Internet-Surfen Windows hochfahren zu müssen, startet man die besonders optimierte Linux-Distribution, die alle wesentlichen Funktionen bereithält. Ein ähnliches Produkt wäre Splashtop, dass allerdings nur in Verbindung mit Hardware ausgeliefert wird.

Der Techblog Lifehacker hat sich Presto genauer angesehen und zeigte sich nach einem ersten test begeistert.

Speedy

Zurzeit befindet sich die Software noch in der Betaphase. Am 13. April soll die Vollversion für 20 US-Dollar erscheinen. Wer interesse daran hat, kann die rund 480 MB große Testversion kostenlos herunterladen. Die Installation erfolgt unkompliziert über Windows.

Presto ist dabei eine optimierte und abgespeckte Ausgabe der Linux-Distribution Xandros und läuft auf den gängigen Intel-Systemen. Das Schnellstart-Linux installiert sich automatisch als zweite Wahl in das Boot-Menü von Windows. Es dauert je nach Hardware nicht länger als 15 Sekunden, bis alle Programme arbeitsbereit sind.

Abgespeckt

An Bord befinden sich die Applikationen Firefox, der Instant Messenger Pidgin, Skype und der "Application Store". Alle Anwendungen und sowie der Dokumente-Ordner sind übersichtlich in einer Taskleiste angeordnet.

Wer mehr Programme braucht, findet eine nützliche Auswahl im Application Store, die sich per Klick herunterladen lässt. Darunter befinden sich etwa Open Office oder ein PDF-Reader.

Basics

Wie der Tester anmerkt, ist Presto allerdings eher für die Basics gedacht. Anstatt ein Office zu aufzuspielen, lohnt es sich hier Web-Anwendungen wie Google Docs zu verwenden. Der Vorteil liegt klar in der Schnelligkeit und Ressourcensparsamkeit. Keine grafischen Spielerreien zehren an der Grafikkarte und somit auch an der Akkulaufzeit. Praktisch: Die NTFS-Partition von Windows kann auch von Presto aus gelesen und beschrieben werden.

Einen Testlauf sei das schlanke Linux allemal wert. (zw)

Links

Presto

  • Der Desktop von Presto.
    foto: lifehacker

    Der Desktop von Presto.

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