EU-Gipfel will Verdoppelung der IWF-Krisenhilfen

20. März 2009, 09:43
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Brüssel - Der EU-Gipfel zur Wirtschaftskrise in Brüssel wird sich für eine Verdoppelung der Krisenhilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) aussprechen. Dies geht aus einem neuen Entwurf der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft für die Gipfelerklärung hervor, die am heutigen Freitag angenommen werden soll.

Derzeit ist IWF-Krisenhilfe mit 250 Mrd. US-Dollar dotiert, sie soll beim Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) am 2. April in London auf 500 Mrd. Dollar (366 Mrd. Euro) aufgestockt werden.

Ein genauer Anteil, mit dem sich die EU-Staaten beteiligen sollen, ist in dem Entwurf nicht genannt. Finanzminister Josef Pröll sagte, die Diskussion sei in der Größenordnung von 75 Mrd. Euro geführt worden. In früheren Entwürfen war eine Bandbreite von 75 Mrd. bis 100 Mrd. Dollar als Anteil der Europäischen Union erwogen worden.

Der IWF soll nach dem Willen der EU gestärkt werden und stärker mit dem internationalen Forum für Finanzstabilität (FSF) voraus. Der IWF soll künftig stärker das globale Finanzsystem überwachen. (APA)

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