Aggressives Verhalten bei Konsum brutaler Spiele

20. März 2009, 09:30
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    Lehrer sollten das Spielen solcher Gewaltspiele während der Pausen und in Freizeiten während der Unterrichtszeit nicht tolerieren.

Wiener Bildungspsychologinnen: "Null Toleranz für Gewaltspielkonsum von Kindern"

Der Amoklauf von Winnenden hat wieder einmal den Einfluss von Video- und Computerspielen mit brutalem Inhalt in Diskussion gebracht. Zwei Studien von Wiener Bildungspsychologinnen unter der Leitung von Christiane Spiel zeigen nun, dass Jugendliche, die sich mit gewalthaltigen Video- und Computerspiele beschäftigen, deutlich häufiger aggressives Verhalten an den Tag legen als jene, die sich gewaltfreien Spielen widmen. Die Wissenschafterinnen sprechen sich deshalb für "Null Toleranz für Gewaltspielkonsum" aus: "Gewalthaltige Spiele schaden und sollten von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden."

Studie

Eva-Maria Schiller, Dagmar Strohmeier und Christiane Spiel von der Fakultät für Psychologie der Universität Wien haben im Rahmen ihres Forschungsschwerpunkts "Gewalt und Gewaltprävention in Schulen" den Video- und Computerspielkonsum, Spielmotive sowie verschiedene Aggressionsformen bei zwölf- und 16-jährigen Gymnasiasten (173 Buben, 214 Mädchen) untersucht. Dabei zeigte sich, dass mehrheitlich sowohl die Zwölfjährigen (98,6 Prozent der Buben und 87,3 Prozent der Mädchen) als auch die 16-Jährigen (98 Prozent der Buben und 64,7 Prozent der Mädchen) mit Computer bzw. Videokonsole spielen.

Bei den Zwölfjährigen gaben noch etwa drei Viertel der Burschen und Mädchen an, sich weniger als eine halbe Stunde oder zwischen einer halben und einer Stunde pro Tag Computerspielen zu widmen. Bei den 16-Jährigen verbringen 85 Prozent der Mädchen, aber nur 30 Prozent der Buben weniger als eine halbe Stunde am Tag mit Computerspielen. Länger als zwei Stunden spielen dagegen 19 Prozent der Burschen, aber kein einziges Mädchen. Bei den Motiven überwiegt bei den Mädchen die Spielfreude ("Ich spiele dann, wenn es mir Spaß macht"), während bei Burschen Leistung ("Ich spiele dann, wenn ich etwas gewinnen mag") im Vordergrund steht.

Vor allem Burschen

Als auffallend hoch werten die Wissenschafterinnen den Anteil von Burschen, die brutale Video- und Computerspiele spielen: Bei den Zwölfjährigen sind das 28 Prozent, bei den 16-Jährigen sogar 60 Prozent. Dagegen spielen bei den Mädchen nur zehn Prozent der Zwölfjährigen und neun Prozent der 16-Jährigen derartige Spiele.

Jene Kinder, die sich mit gewalthaltigen Spielen beschäftigen, legten deutlich häufiger Aggression an den Tag als jene, die gemäßigt gewalthaltige bzw. gewaltfreie Spiele spielten. Das gilt für reaktive ("Wenn mir jemand droht, dann drohe ich oft zurück") und offene ("Ich bin jemand, der anderen oft droht") Aggression. "Das bedeutet, dass Spieler gewalthaltiger Video- und Computerspiele häufiger aggressives Verhalten aufgrund von Ärger- oder Wutreaktionen bzw. wahrgenommenen oder tatsächlichen Provokationen zeigen", betonen die Psychologinnen.

Null Toleranz

Für die Wissenschafterinnen zeigen die Studienergebnisse, dass es nicht sinnvoll ist, Computerspiele pauschal zu verurteilen. "In Bezug auf Aggression sind nur gewalthaltige Video- und Computerspiele als bedenklich einzustufen", schreiben Spiel und ihre Kolleginnen. Sie empfehlen, Medienerziehung durch Eltern und Lehrer bereits in der Volksschulzeit zu beginnen. Und im Sinne einer "Null Toleranz" für Gewaltspielkonsum raten sie Eltern, die Anschaffung von Gewaltspielen in keiner Weise zu unterstützen, das Computerspielverhalten ihrer Kinder zu beobachten und kritisch zu hinterfragen. Lehrer sollten das Spielen solcher Gewaltspiele während der Pausen und in Freizeiten während der Unterrichtszeit nicht tolerieren. (APA)

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Dein schönster Traum
00
30.4.2009, 15:11
Und wer schützt die jungen Menschen vor...

...aggressiven Jugendschützern und sonstigen Gutmeinern und Kümmerern?

mario kainz
 
00
verdammt.

ist jetzt dann tom&jerry gewalttaetig?
die teletubbies ?
die simpsons?
??

Chris Chiu
00
Natürlich

Genauso wie fast die Hälfte aller berühmten Werke der deutschen Literaturgeschichte.

Goethe ist doch einfach nur grausam, das kann man Jugendlichen nicht zumuten. Gleich verbieten für alle, weil es sagt einem ja schon der Hausverstand dass dauerhafter Konsum davon schädlich ist!

El_Turko
00
25.3.2009, 23:57

warum hat der standard wayne rooney digitalisiert?

AttenTexter
 
00
25.3.2009, 09:27
Bin auch dafür, dass..

"Lehrer das Spielen solcher Gewaltspiele während der Pausen und in Freizeiten während der Unterrichtszeit nicht tolerieren sollten":

Fußball, Völkerball, Rugby, Räuber und Gendarm, Fangen-Spielen, Wer-hat-Angst-vorm-Schwarzen- Mann", Stein-Schere-Papier, etc.

M. C. Escher
00
24.3.2009, 21:52
was beweißt dieser Artikel?

Dass das Psychologiestudium VIEL zu einfach ist...

Sonstwer
01
23.3.2009, 14:48
Wenn mir jemand droht, dann drohe ich oft zurück !!!

Wenn das ein Hinweis für Reaktive Aggression ist,
so bin ich dafür !!

Bin nicht der Meinung dass unsere Kinder jeder Aggression nachgeben sollten,
dadurch würde man sie nur zu gehorsamen Opfern von Gewalt erziehen !

Blade235
02
23.3.2009, 12:44
Gewalthaltige Spiele schaden und sollten von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden.

Dieser Aussage stimme ich voll zu.
Aber was hat das mit totalem Verbot zu tun? Ich meine okay, manche Spiele würde ich mir auch nicht kaufen, aber das ist meine Entscheidung, denn ich bin schon über 18.

Einfach mal etwas strenger kontrollieren, ob in den Geschäften auf die Einhaltung der FSK oder ich glaube hier ist es die BSI-Freigabe geachtet wird.

trespasser
 
00
23.3.2009, 11:49
Jaja

Naja, wird sich nicht so schnell ändern, dass da nach anderen bekannten Ursachen gesucht wird (<-lolol).

Es ist einfach Verbote zu erlassen und zu hoffen, dass zukünftige potentielle Amokläufer davon zu besseren stabileren Mitgliedern d. Gesellschaft werden.
Das passiert natürlich wenn man Leute Entscheidungen treffen lässt die von dem Thema keine Ahnung haben. Die Politiker sehen die Bilder und Video von diesen Spielen und sind nur geschockt.

Von so etwas Leben diese Spiele aber, denn wer geht in ein Gruselkabinett um sich nicht zu gruseln.

trespasser
 
01
23.3.2009, 11:45
Jaja


Da diese Effekte, wie Blut, Enstellung und Gewalt, ja irgendwie eine Abwehrhaltung hervorrufen und dadurch zu einer
gruseligenn/beklemmenden Atmosphere beitragen.

Manch einer gruselt sich oder eben nicht. Manch einer ist schockiert oder eben nicht. Genauso wie manche einen Adrenalinstoß beim Achterbahnfahren bekommen und manche nicht.
Es gibt auch leute die auf Alkohol aggressiv werden.
Natürlich gibt es Leute die labil sind und darauf schlecht reagieren. Genauso wie es Leute gibt
die besoffen mit dem Auto fahren und damit Leben riskieren bzw. auch Schuld am Tod mancher Menschen sind.
Deswegen wird nicht allem Menschen d. Alkohol verboten, da man davon ausgeht dass jeder ein Mindestmaß
an Selbstkontrolle und Beherrschung hat.

trespasser
 
00
23.3.2009, 11:44
Jaja


Viel wichtiger sind dabei die sozialen Umstände: Probleme i.d. Familie, Freundeskreis, Schule,... .
Man braucht sich nicht zu wundern, wenn man einen dauernd mobbt und fertig macht oder sozial ausgrenzt in
d. einen oder anderen Form zusammenbricht und reagiert. Wenn diese Probleme nicht behoben werden, wird
ein Verbot von Spielen/Filmen Musik auch nichts ändern.

Für die Heranführung d. Kinder an solche Medien sind so oder so die Eltern verantwortlich, abgsehen von Diskussion im Unterricht.
Wenn man seinem Kind schon das schießen beibringt ohne sich vorher klar zu sein, dass er die Konsequenzen davon versteht und
mit d. Verantwortung umgehen kann, ist ja auch einigermaßen mitverantwortlich.

trespasser
 
00
23.3.2009, 11:40
Jaja

Aber gut man kann ja nicht alles wissen.
Um den Alkohol wieder zum Vergleich herzunehmen. Wiele Kinder fangen schon im Alter von 12/13 Jahren oder schon früher mit
dem Rauch oder Trinken an. Oft weil die Kinder schon bei Parties oder Feieren von den Eltern ein Bierchen, Glaserl Wein oder Zigarette
angeboten bekommen. Genauso wenig wird das Alter bei Diskos etc. kontrolliert.

Daher sind Grenzen sinvoll, aber ab einem Gewissen Alter sollte man schon selber entscheiden können. Sonst dürfen
wir in Zunkunft überhaupt nichts mehr, außer Arbeiten/Essen/Schlafen. Da ja der Sport ja als Waffe gesehen werden
kann und ich dann mehr Kraft und Ausdauer habe um jemanden umzubringen.

Man kann da bitte nicht jede Aufgabe und Verantwortung dem Staat zu s

trespasser
 
00
23.3.2009, 11:42

dem Staat zu schieben. Diese Spiele sind meistens erst ab 18 Jahren freigegeben.
Da Durschsetzung d. Alterskontrolle lässt aber auch oft zu wünschen übrig. Außderm ist es auch sinnfrei
Spiele zu verbieten und Filme nicht. Resident-Evil oder manch anderer Film ist schon ab 16 oder früher freigegeben.

mfg

T.h. omas
07
22.3.2009, 16:57
Unzulässiger Schluss!

"Jene Kinder, die sich mit gewalthaltigen Spielen beschäftigen, legten deutlich häufiger Aggression an den Tag als jene, die gemäßigt gewalthaltige bzw. gewaltfreie Spiele spielten."
Das mag so sein, aber damit ist nicht hinreichend geklärt, ob die Kinder diese Spiele spielen, weil sie ohnehin agressiver sind,oder ob sie durch diese Spiele agressiv werden. Und wenn man postulieren will, dass die Spiele die Kinder agressiv gemacht haben, dann muss man erklären, warum einige Kinder zu diesen Spielen greifen und andere nicht.
Ergo: Nicht die Spiele machen Kinder agressiv, sondern agressivere Kinder spielen häufiger solche Spiele. Das Agressionspotential ist also vorher schon da. DARAN sollte man mal arbeiten....

müllers kuh
 
00
20.3.2010, 21:19
Danke, das war auch mein erster Gedanke.

Handelt sich offensichtlich um eine Henne-Ei Diskussion, ich muss gestehen die Studie nicht gelesn zu haben, aber wenn das wirklich so eindimensional wider gegeben wird, ohne auf diverse intervenierende Variablen einzugehen sagt das ohnehin schon alles.

leahcim
03
22.3.2009, 14:06

Die haben volkommen recht, lieber so wie früher Cowboy und indianer spielen mit Knallpistolen und Pfeil und bogen ;-)

Peter W1
 
60
22.3.2009, 14:00

Wenns nicht so ernst wäre, wäre es ja lustig. Da glauben ein paar fanatisierte virtuelle Mörder dass es in Ordnung ist täglich hunderte Menschen detailiert und realistisch zu ermorden und vor allem hinterlässt diese grad mal eine Abstraktion von der realen Tat entfernte Handlung auch keinerlei Einfluss auf die geistige Entwicklung :) .
Leutln, wie habt ihr den Sprechen gelernt? Ahja, soziale Interaktion und Nachahmung! Und die gibt es jetzt bei täglichen Verwenden dieser Killrsimulationen, bei denen nicht passiv konsumiert, sondern aktiv virtuell gemordet wird, plötzlich nicht mehr ;) ?

abau
01
22.3.2009, 21:17
Und Menschen, die Rennspiele spielen sind

deiner Meinung nach auch Raser?

Und Kinder, die Cowboy und Indianer spielen, sind deiner Meinung nach Mörder?

Und Menschen, die in Rollenspielen virtuell Schlachten nachahmen, sind demnach auch Mörder, Brandschatzer, Körperverletzer etc.?

Gelten alle Spielvereinbarungen deiner Ansicht nach auch außerhalb von Spielen?

Bist du tatsächlich nicht fähig, zwischen Spiel und Wirklichkeit zu unterscheiden?

"dass es in Ordnung ist täglich hunderte Menschen detailiert und realistisch zu ermorden "

Welche Spiele meinst du denn konkret?
Wenn ein Spieler in Counterstrike einen anderen besiegt, ist das für dich dann ERNSTHAFT ein Mord?

Bitte eine konkrete Antwort geben.

Killa vomBilla
00
12.6.2009, 20:54
Was solls

Beim schiffe versenken gehen pro spiel tausende unter und sterben qualvoll im meer
nur hats dem kerl noch keiner gesagt.

Wennst nebenbei weltherrscher bist
in einem onlingame wo du planeten aufbaust
und hie und da eine zivilisation ausrottest
lässt dich so ein zwerg mit den paar zwetschgen
kalt.

Matz8472
02
22.3.2009, 16:32

Sprechen - genaues Nachahmen des Vorbildes um eigene Erfolge zu erzielen

Kochen - nachahmen um Erfolge zu erzielen

Jussstudium - lernen von §§ und Fallbeispielen, um Sachverhalte unter Tatbestände subsumieren zu können

"Gewaltspiele" - nachahmen.... was eigentlich? Das schnelle Klicken mit der Maus, die Beherrschung der WASD Tasten, schnelle Entscheidungen zu treffen...? Die Handlung in einem Gewaltspiel ist die gleiche wie bei Moorhuhn, die gleiche, wie bei Verwendung dieser Homepage (Mausklick), wie man diese Spiele erlebt, ist eine sehr individuelle Erfahrung (Stressabbau, Vergnügen, Arbeit [Online Gaming],...).
Sie argumentieren genauso wie Frontal 21 damals, die behaupteten der Schütze hätte am PC geübt, was natürlich nicht stimmt

abau
00
22.3.2009, 12:55
Wenn hier manche "Spieleverbote" fordern:

Worum geht es euch konkret?

"Gewalt"Spieleverbote (Besitz? Erwerb? Verkauf? usw.) für Erwachsene? Für Kinder? Für Jugendliche?

Was passt euch konkret an den schon bestehenden (!) Regelungen der USK bzw. an Gesetzen zur Indizierung bzw. zur Beschlagnahme nicht?

Wollt ihr den IST-Zustand (manche Personen spielen bestimmte Spiele, die nicht für sie freigegeben sind) dadurch ändern, dass man den Erwerb/Besitz/Verkauf/Herstellung/usw. von diesen Spielen verbietet?

Manche Personen lenken 1) ohne Führerschein, 2) alkoholisiert, 3) als Jugendliche usw. Kraftfahrzeuge im öffentlichen Verkehr. Sollte man das als Begründung dafür nehmen, Erwachsenen (!) den Erwerb/Besitz/Verkauf/Herstellung von Kraftfahrzeugen bzw. Alkohol ebenfalls zu verbieten?

sezring
00
22.3.2009, 12:40

waffen sollte man nur noch dann kaufen können (von mir aus auch in der trafik), wenn man nachweislich keine konsole/pc besitzt auf denen ein killerspiel laufen könnte! ich würd mich gleich viel sicherer fühlen.... :)

Nahrungsmittel
20
22.3.2009, 11:12

Kinder sollen auf ihre Eltern hören und nicht vorm Fernseher und PC sitzen!

Früher als es noch keine brutalen Videospiele gab , gab es auch keine Amokläufe an Schulen, weil die Kinder noch Respekt hatten vor den Lehrern und Erziehungsberechtigten!

abau
00
22.3.2009, 12:40
"Früher" war natürlich alles besser...

Amokläufe gab es natürlich auch nicht.

Und auch keine Raubüberfälle, keine Vergewaltigungen, keine Kriege, keine Morde,...

"Früher" war natürlich das Paradies.

Ist dieses "früher", das du meinst, zufällig, in den 40er-Jahren des 20 Jhdts.?

Bitte benenne den Zeitraum möglichst konkret!

Speedle
01
22.3.2009, 12:18

Wie jetzt, was denn, sind die brutalen Videospiele schuld oder der fehlende Respekt?

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