Tonga-Inseln überstanden heftige Erdstöße

20. März 2009, 07:23
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Warnung nach fünf Stunden aufgehoben - Keine Berichte über Schäden und Verletzte

Nuku'Alofa (APA/AP) - Ein heftiger Erdstoß der Stärke 7,9 hat am Freitag die Tonga-Inseln erschüttert. Eine Tsunami-Warnung für den gesamten Pazifik wurde nach fünf Stunden wieder aufgehoben. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen nicht vor.

Das Zentrum des Erdstoßes lag zehn Kilometer unter dem Meeresboden etwa 200 Kilometer südsüdöstlich von Nuku'Alofa, der Hauptstadt von Tonga, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Angesichts der Stärke des Bebens sei es erstaunlich, dass niemand verletzt worden sei und auch sonst keine Schäden entstanden seien, sagte der Polizeichef des Inselstaats, Chris Kelly. "Häuser und Bäume haben geschwankt, und der Boden erzitterte."

Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik löste sofort Alarm aus für Tonga und weitere Inseln der Region, darunter Fidschi, Samoa, Niue, Kermadec und Wallis-Futuna. Die Messstationen registrierten einen Anstieg des Meeresspiegels, die befürchtete Riesenflutwelle blieb aber aus. Auch auf Hawaii wurde ein Anstieg des Meeresspiegels beobachtet, mehrere Stunden lang blieb die Strömung ungewöhnlich stark.

Die rund 170 Tonga-Inseln liegen im pazifischen "Feuerring" mit besonders intensiver geologischer Aktivität. Am Montag ist auf dem Meeresgrund bei Tonga auch ein Vulkan ausgebrochen. Gewaltige Dampfsäulen, Rauchwolken und Asche steigen seitdem über dem Seegebiet in der Nähe der Insel Tongatapu empor. Dem Ausbruch am Montag gingen heftige Erdbeben voraus.

Tonga, das etwa 650 Kilometer östlich der Fidschi-Inseln liegt, hat gut 100.000 Einwohner. Rund 70 Prozent von ihnen leben auf der Hauptinsel Tongatapu, wo sich auch die Hauptstadt Nuku'Alofa befindet. (APA/AP)

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