Linzer Dechanten für "Weiterentwicklung" des Priesteramts

19. März 2009, 16:14
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Gültige weltkirchliche Rahmenbedingungen für das Priesteramt sollten neu gestaltet und weiterentwickelt werden

Wels - Die Dechantenkonferenz hat sich am Donnerstag im Schloss Puchberg in Wels auch mit der Absetzung des Pfarrers von Ungenach (Bezirk Vöcklabruck), Josef Friedl, als Dechant befasst. Grundsätzlich sei mit Blick auf die große Not in der Seelsorge und die Glaubwürdigkeit der Kirche immer wieder darauf hinzuweisen, dass die gegenwärtig gültigen weltkirchlichen Rahmenbedingungen für das Priesteramt neu gestaltet und weiterentwickelt werden sollten, hieß es am Nachmittag in einer Presseaussendung.

"Hörendes Herz"

In der Diskussion rund um die Ernennung von Gerhard Maria Wagner zum Weihbischof, der schließlich einen Rückzieher machte, seien Spannungen sichtbar geworden, so die Dechantenkonferenz. "Unterschiedliche theologische Sichtweisen sollen in der Kirche ihren Platz haben." Es brauche ein hörendes Herz, damit diese Unterschiede zu einem befruchtenden Miteinander würden. "Wo Ausgrenzung oder Gesprächsverweigerung Platz greifen, wird der Weg der Einheit in der Vielfalt verlassen", hieß es weiter. Man unterstütze den Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz nach Kräften in seinem Dienst der Einheit. Ein offener und wertschätzender Dialog und das gemeinsame Gebet seien wichtige Säulen für ein gutes Miteinander.

Die Dechantenkonferenz hatte Wagners Ernennung mehrheitlich abgelehnt und damit eine bisher einmalige Entwicklung in der Diözese ausgelöst. (APA)

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