Tigermücken reisen per Glücksbambus nach Europa

19. März 2009, 16:20
6 Postings

Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) will verstärkt kontrollieren

Wien - Der seit einigen Jahren beliebte Glücksbambus (Dracaena sanderiana) verbreitet offenbar nicht nur Freude, sondern auch die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Eine Untersuchung des niederländischen Pflanzenschutzdienstes ergab, dass die potenziellen Krankheitsüberträger oft gemeinsam mit der Pflanze eingeschleppt werden, wie Experten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) berichten. Daher seien verstärkte Einfuhrkontrollen nötig, so die AGES-Vertreter.

Die Asiatische Tigermücke gilt als Überträger mehrerer Tropenkrankheiten, darunter Chikungunya- und Dengue-Fieber oder die Japan-Encephalitis. Die Stechmückenart, die ursprünglich aus den Tropen und Subtropen Südostasiens stammt, ist relativ leicht durch ihre auffälligen Zeichnung zu identifizieren. So hat sie schwarz-weiß gestreifte Hinterbeine und einen weißen Strich auf dem Rücken und zwischen den Augen.

Schwierige Bekämpfung

Ist die Mücke einmal eingeschleppt, ist die Bekämpfung ähnlich schwierig wie bei den heimischen Gelsen, da sich die Larven praktisch in fast jeder Pfütze entwickeln können. Einziger Schwachpunkt der tropischen Gelsen ist ihre Kälteempfindlichkeit. Die Forscher gehen aber davon aus, dass die Tier dann überwintern können, wenn die mittlere Durchschnittstemperatur im Jänner über dem Gefrierpunkt liegt. (APA/red)

Share if you care.