Dassault 2008 mit Umsatzrückgang

19. März 2009, 13:46
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Staatliche Unterstützung für Kampfflugzeug-Exporte erhofft

Paris - Der französische Flugzeugbauer Dassault hat im Krisenjahr 2008 eine Nettorendite von rund zehn Prozent eingeflogen. Der Überschuss sei um zwei Prozent auf 373 Mio. Euro gesunken, teilte das Familienunternehmen am Donnerstag bei Paris mit. Der Umsatz sei von 4,08 Mrd. auf 3,75 Mrd. Euro zurückgegangen. Gleichzeitig seien netto Aufträge für 5,82 Mrd. Euro eingegangen. Dassault habe keine strukturellen Bankschulden.

Der Geschäftsjet "Falcon" repräsentierte 2008 rund 62 Prozent der Dassault-Umsätze. Mit staatlicher Unterstützung erhofft Dassault auch wieder steigende Umsätze im Rüstungsbereich durch den Export des Kampfflugzeugs "Rafale" in Länder wie Brasilien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Die Familie Dassault hält an dem Flugzeugbauer 50,55 Prozent. Der Flugtechnikkonzern EADS ist zwar mit 46,32 Prozent beteiligt, hat aber auf die Geschäfte keinen Einfluss. So kaufte Dassault im Dezember vom Telefontechnikkonzern Alcatel-Lucent dessen Anteile am Elektronikspezialisten Thales, an deren Übernahme auch EADS Interesse hatte. Gemeinsam mit dem französischen Staat beherrscht Dassault jetzt 53 Prozent des Kapitals und 61 Prozent der Stimmrechte bei dem großen Airbus-Zulieferer und Rüstungskonzern. (APA)

 

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