ThyssenKrupp leidet unter Nachfrageeinbruch

19. März 2009, 12:21
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Die Wirtschaftskrise trifft den Industriekonzern ThyssenKrupp mit voller Wucht und zwingt ihn zu einer strategischen Neuordnung

Düsseldorf (APA/dpa) - Die Wirtschaftskrise trifft den Industriekonzern ThyssenKrupp mit voller Wucht und zwingt ihn zu einer strategischen Neuordnung. Im zweiten Quartal rechnet Deutschlands größter Stahlkocher wegen des Nachfrageeinbruchs mit roten Zahlen. "Dabei führen insbesondere die starke Unterauslastung und Preisdruck sowie die erwarteten, weiteren Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen zu erheblichen Belastungen", teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009 dürfte vor Projekt- und Restrukturierungskosten nur "mit einem leicht positiven operativen Ergebnis" abgeschlossen werden.

Unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Situation im zweiten Halbjahr auch durch die staatlichen Konjunkturprogramme verbessere, gehe der Konzern im Gesamtjahr operativ - vor Sonderkosten - von einem "noch positiven Ergebnis aus". Dabei werde das Ergebnis erheblich von Kosten für die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA, Wertberichtigungen und Kosten etwa für Personalanpassungen geprägt sein. In Reaktion auf die Krise will ThyssenKrupp seine bisher fünf Segmente in zwei Divisionen bündeln und den Vorstand um drei Mitglieder reduzieren.

"Der drastische Nachfrageeinbruch bei Stahl, Edelstahl und in der internationalen Werkstoffdienstleistung belastet das Geschäft bei ThyssenKrupp stark", hieß es. Auch die Industriegüteraktivitäten zeigten insbesondere im Autozuliefergeschäft und bei den Werften für den zivilen Schiffbau eine schlechter als erwartete Ergebnisentwicklung. Die Ergebnisse im Segment Elevator entwickeln sich laut ThyssenKrupp weiterhin sehr erfreulich und "voll im Rahmen der Erwartungen".(APA)

 

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