Second Life ist noch nicht tot: Jetzt kommt die Liebesinsel

19. März 2009, 12:10
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Es gab eine Zeit, da wurde jeden Tag über das virtuelle Leben berichtet, dann wurde es ruhig und nun hat man auch offiziell erkannt, was viele AnwenderInnen heute noch interessiert - der Sex.

Können Sie sich noch an SecondLife erinnern? Ja, genau, die virtuelle 3D-Welt in der Alles möglich war und jeder sich nach Herzenslust tummeln und gegen Bares auch ein Häuschen bauen, einrichten und beziehen konnte. Vor einigen Jahren verging kein Tag ohne einen Bericht aus SecondLife: namhafte Nachrichtenagenturen und Medien hatten Reporter "vor Ort" und die "Anshe Chung", die virtuelle Immobilienmaklerin, mit bürgerlichem Namen Ailin Graef wurde zur ersten Millionärin - wohlgemerkt in Realität nicht in der SecondLife-Währung Linden Dollar.

Dann wurde es still

Nachdem zahlreiche Nachahmer erkennen mussten, dass auch virtuelles Geldscheffeln einigen Aufwand bedeutet, wurde es immer stiller um SecondLife. Nach der grenzenlosen Freiheit und der virtuellen Karrierechance vom Tellerwäscher zum Millionär zu kommen, beherrschten fortan nur mehr einzelne Meldungen über sexuelle Ausschweifungen die Nachrichtenwelt. Dann wurde es ganz still um SecondLife. Doch nun meldet sich SecondLife wieder zurück und hat endlich das Thema entdeckt mit dem man im Internet wirklich Geld machen kann - Sex.

Die Insel der virtuellen Erwachsenenträume

Die BetreiberInnen der virtuellen Onlinewelt "Second Life" haben nun im offiziellen Blog in einem Eintrag mit dem Titel "Upcoming Changes for Adult Content" angekündigt, dass ein neuer Bereich geschaffen werden soll, in dem Erwachsene nach Herzenslust ihren sexuellen Vorlieben fröhnen können, ohne dabei auf jüngere TeilnehmerInnen achten zu müssen. Es wurde angekündigt, dass eine eigene Insel für Porno- und Sexinhalte geschaffen werden soll. Diese wird abseits des Hauptkontinents angesiedelt und kann nur gegen einen entsprechenden Altersnachweis betreten werden. Laut Schätzungen von Linden Lab wird diese Maßnahme auch eine Migrationswelle der bestehenden Angebote mit sich bringen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass bis zu 4 Prozent der Grundstücke von einer möglichen Umzugsmaßnahme betroffen wären.(Gregor Kucera, derStandard.at, 19.3.2009)

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    Die virtuelle Liebesinsel: SecondLife meldet sich aus der Versenkung zurück und gibt dem "Adult Content" nun eine offizielle Legitimation.

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