"RocknRolla": Gangster gehen mit der Zeit

19. März 2009, 11:11
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Markige Männer mit finsteren Visagen auf dem Weg zu finsteren Tätigkeiten: "RocknRolla", der neue Film von Guy Ritchie

Madonna hat für ihren neuen Lover Jesus Luz das Kochen entdeckt, tönte es dieser Tage aus den Klatschspalten. Ex-Ehemann Guy Ritchie kehrte in seinem neuen Film RocknRolla hingegen zu seinen Anfängen zurück und inszenierte einen Unterweltsthriller, der über die für ihn charakteristischen Zutaten verfügt: einen leicht verworrenen Plot rund um ein MacGuffin und markige Männer, von denen die mit den finstersten Visagen am besten wegkommen.

Hintergrund für den Film bietet der Wandel in Londons zwielichtigeren Milieus: Statt mit Drogen scheffeln die Gangster mittlerweile mit Immobilien ihr Geld, Lenny Cole (Tom Wilkinson) ist von allen der umtriebigste. Ein russischer Oligarch (Karel Roden), ein gestohlenes Gemälde und One Two (Gerald Butler), ein gerissener schottischer Gauner, spielen die tragenden Rollen im Kampf um die Führerschaft. Ritchies greller Regiestil lässt jedoch der Geschichte zu wenig Atem. (kam, DER STANDARD/Printausgabe, 19.03.3009) 

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    foto: warner
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