ORF-Premiere in Graz bejubelt

19. März 2009, 12:40
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Fünfteilige Serie mit migrantischen Jugendlichen bei Diagonale präsentiert - Regisseur Jakob M. Erwa hatte "mörderanstrengende Zeit" - Ab 30. März im ORF

Als eine "Perle in den Händen des ORF" hat Heinrich Mis, Filmchef des Senders, die fünfteilige TV-Serie "tschuschen:power" von Jakob M. Erwa bei der Premiere bei der Diagonale bezeichnet. Bereits im Vorjahr wurden zwei Folgen des Jugendformats über Wiener Schüler mit migrantischem Hintergrund in Graz vorgestellt - nun wurde die gesamte ORF-Produktion bei der Diagonale gezeigt und bejubelt.

Wenn die Serie ab 30. März im Fernsehen ausgestrahlt wird, soll sie naturgemäß vor allem ein junges Publikum ansprechen. Die Jugendlichen mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen wurden von der Straße weg gecastet.

"Der Arsch ist immer innen."

Der politische Hintergrund wurde von Erwa plakativ eingeflochten, die Angst vor Abschiebung oder die Angst vor anderen Kulturen ist einfach genauso ein Thema wie die typischen Geldsorgen oder der große Breakdance-Battle zum Abschluss der Serie. Die zwar klischeehaft gezeichneten, aber dennoch authentischen Jugendlichen machen ihre Sache gut - seien sie nun im Prater oder am Gürtel. Dass die Coolen dabei in den von Migranten dominierten Außenbezirken wohnen, ist sowieso klar, denn bei der Hauptverkehrsader ist es wie bei der Hose: "Der Arsch ist immer innen."

Produziert wurde die Serie von Novotny&Novotny, der Regisseur Erwa hat sich in den Folgen selbst in jeweils anderen Statistenrollen verewigt. Für ihn war es "eine mörderanstrengende Zeit", gab er im Schlussapplaus im Schubertkino zu, "aber ich denke, es ist sehr schön geworden." Dass es bis zur Ausstrahlung länger gedauert hat, deutete Mis an: Die Serie habe ihn "grauer gemacht in den letzten zwei Jahren, aber auch reifer und glücklicher".  (APA)

"tschuschen:power" ist in ORF 1 ab 30. März täglich um 17.20 Uhr zu sehen

  • v.l.n.r. Nikolai Gemel ('Xaver'), Kamyar Ketabian ('Karim'), Ermeas Kaza ('Jamal'), Yunus 
Evren ('Rafet'), Ulas Aksit ('Selim'), Sascha Cerimovic ('Milan').
    foto: orf

    v.l.n.r. Nikolai Gemel ('Xaver'), Kamyar Ketabian ('Karim'), Ermeas Kaza ('Jamal'), Yunus Evren ('Rafet'), Ulas Aksit ('Selim'), Sascha Cerimovic ('Milan').

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