Bankomaten von Trojaner befallen

19. März 2009, 11:16

Sophos meldet neuen Schädling, der PIN-Codes auslesen kann - Gefahr allerdings nur bedingt gegeben

Ein Sicherheitsexperte der Firma Sophos hat in seinem Blog eine beunruhigende Entdeckung preisgegeben. Computervirenspezialist Vanja Svacjer berichtet von einem neuartigen Trojaner, der PIN-Codes von Geldautomaten ausspioniert. Der Schädling werke auf Maschinen des Unternehmens Diebold, die auf Microsofts Betriebssystem Windows bauen. Im Rahmen einer detaillierten Untersuchung, konnte der Experte einen Programmcode ausmachen, der auf den Magnetkartenleser zugreift und einige Prozesse des Systems manipuliert.

Abgefangen

Großer Wahrscheinlichkeit nach, so der Virenforscher, habe er auch einen Code endeckt, der PINs bei der Eingabe über die Tastatur ausliest.

Wie heise-online meldet, stützt Svacjer damit die Aussagen des Journalist Robert McMillan. Der US-Journalist berichtet, dass Diebold ihm gegenüber Fälle von trojanischen Pferden auf russischen Geldautomaten bestätigt habe. Eine Warnung samt Sicherheitsupdate sei bereits im Jänner an Kunden ausgeschickt worden.

Beruhigung

Allerdings gäbe es nicht unbedingt Gründe zur allgemeinen Beunruhigung. So würden Geldautomaten, die den Vorgaben des deutschen Zentralen Kreditausschusses genügen, über ein spezielles Sciherheitsmodul (Hardware Security Modul) verfügen, das direkt mit dem Kartenlesegerät kommuniziert. Ein auf dem Betriebssystem des Geldautomaten laufender Trojaner könnte die PIN-Codes nicht ohne weiteres mitlesen, da diese nie im Klartext auf dem Rechner vorkommen, so heise. 

Auch der Sophos-Mitarbeiter sieht keine akute Gefahr durch den Trojaner. Um den schadcode einzuschleusen, müsse man direkten Zugriff auf den Bankomaten haben, was die Verbreitung in Grenzen halten sollte. (zw)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
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werwolfi
01
22.3.2009, 15:15

diebold gehört sowieso zugesperrt.

und alle anderen die Windows für embedded systems wie bankomaten, aufzüge etc. benutzen gleich ebenfalls...

ps3lover
00
31.3.2009, 21:13

wird schon, wird schon

C. J.
00
23.3.2009, 11:21

wie wärs mit renault?

werwolfi
00
23.3.2009, 13:31

ja von mir aus... ;o)

wo verwenden die Win als embedded system? doch hoffentlich nicht bei der steuerung der fahrsysteme, ich steig sonst nie wieder in einen Renault ein...

C. J.
00
23.3.2009, 14:02

Mir ist da wohl ein Fehler unterlaufen, Microsoft ist zwar der Partner von Renault, aber es setzt auf ein Novell Linux.

peace & love
01
20.3.2009, 21:26
'Der Schädling werke auf Maschinen des Unternehmens Diebold'


mit diebold - wahlcomputern haben sich die seinerzeit reps die wiederwahl von busch gesichert.

hochverdaechtiges material, bei dem einiges hinter dem vorhang ablaeuft.

ma-cher
 
11
20.3.2009, 11:38
Aus den Kommentaren schließe ich,

dass maximal ein bis zwei Poster diese Seite über ein MS Betriebssystem betrachten.

nukularteilchen
01
20.3.2009, 10:33

Hab das Gefühl das mein Konto nen
Trojaner hat...dauernd verschwindet Geld...

powerpack
26
20.3.2009, 09:08

auf einem sicherheitssensiblen system wie einem bankomaten windows als betriebssystem zu verwenden ist eigentlich schon arg.

normalerweise müssten solche maschinen (wie eigentlich alles im bank- bzw. verwaltungssektor, wo sensible daten verwaltet werden) ohne ausnahme über gesicherte linux-systeme betrieben werden!

hab mir vor kurzem in wien einen neuen pass machen lassen - einmal darf man raten was auf den dortigen PCs für betriebssystem installiert war. und während ich gewartet habe, sah ich wie die mitarbeiter dort munter mail gelesen haben, internet gesurft haben usw. sicher schwierig da einen trojaner rein zu bringen......

Banned
 
00
21.3.2009, 09:32
OpenBSD

wenn es wirklich SICHER sein soll

peace & love
10
20.3.2009, 21:24
Sie irren.


vor kurzem habe ich in einer bankaustria eine atm hochfahren sehen. festhalten : WINNT 4.0

mit einer gewissen berechtigung : sehr stabiles und grundsolides bs.

Zappamaniac
00
22.3.2009, 07:54
Sicher,

wenn wir jetzt nur noch den AV Hersteller dazu bewegen, seine Software auch nocht für die Ente zu reanimieren, dann ist es keine schlechte Wahl...
(Falls es überhaupt noch Hardware gibt, die unter NT4 supportet ist)

besser raunzen
 
30
20.3.2009, 20:57
ich kann mir beim besten willen

nicht vorstellen das linux sicher ist....
die fehler merkt wohl keiner so schnell, das wirds sein.

werwolfi
01
22.3.2009, 15:18

keine ahnung, aber "besser raunzen"...

http://en.wikipedia.org/wiki/Secu... ing_system

Jet Fuzzi
00
21.3.2009, 22:16

Sarkasmus?

werner b.
00
20.3.2009, 19:21

Im Bankenserverbereich ist man mit Solaris unterwegs ... genauso wie im Medizin(server)bereich.

Mona Simpson
00
20.3.2009, 10:30
Sicherheit?

Wozu gibt es Rettungspakete für Banken? ,)

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
05
20.3.2009, 07:21
Nur keine Panik!

Selbst wenn tatsächlich geheime Daten ausspioniert werden, so stellt das (für die Betreiber) kein wirkliches Problem dar. Den Schaden hat, aufgrund entsprechender Formulierungen in den Verträgen, ohnehin nur der Konsument. Also wird das die Banken nicht sonderlich kratzen...

schnauze endgültig voll
 
00
19.3.2009, 19:24
wurscht ob trojaner oder virus

solange mir der automat mehr gibt als er vom konto abbucht ist es mir wurscht.

Dunkelgrau
03
19.3.2009, 18:33

"könnte die PIN-Codes nicht ohne weiteres mitlesen, da diese nie im Klartext auf dem Rechner vorkommen"

Ui, das ist ja richtig aufwändig: Eine Bruteforce-Attacke auf eine 4-stellige Zahl ;)

oinkMaster2000
00
20.3.2009, 11:54
wird wohl nach x versuchen gelockt

Jet Fuzzi
00
21.3.2009, 22:17

Wobei X=3, dann kommt noch die PUK, und das war´s dann.

eh´wurscht
03
19.3.2009, 18:16
he, auf Windows 7

wird der dann urschnell sein!

Der Apfel fällt nicht weit vom Ross
315
19.3.2009, 16:47

Tja, auf Computern (erst recht im Bankwesen) gilt dasselbe wie auf U-Booten:

Do Not Open Windows!

Herrkarli
05
19.3.2009, 18:00
In a world without walls and fences, ...

... who needs WIndows and Gates?

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