Büro für Franco-Opfer in Madrid eröffnet

18. März 2009, 23:00
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Hilfe bei Suche nach vermissten Angehörigen und Beratung in Rechtsfragen

Madrid - In Spanien ist ein Büro zur Unterstützung von Opfern der Franco-Diktatur eröffnet worden. Das privat betriebene Büro in Madrid solle Diktatur-Opfern und ihren Familien beispielsweise bei der Suche nach vermissten Angehörigen helfen und sie in Rechtsfragen beraten, sagte der Leiter der Anlaufstelle, Carlos Aguero, zur Eröffnung am Mittwoch. Außerdem würden Menschen beraten, deren Vorfahren während der Franco-Herrschaft ins Exil gegangen waren und die nach einer Gesetzesreform von Anfang des Jahres die spanische Staatsbürgerschaft beantragen können.

Das Büro wurde in Zusammenarbeit mit der größten Organisation von Franco-Opfern, der Vereinigung für das Wiederaufleben der historischen Erinnerung, eingerichtet. Zu den sieben Mitarbeitern zählen zwei Psychologen. 1977, zwei Jahre nach dem Tode von Francisco Franco, hatten Spaniens Parteien vereinbart, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine Amnestie für Verbrechen während der mehr als drei Jahrzehnte währenden Diktatur zu erlassen.

2007 verabschiedete die sozialistische Regierung ein "Gesetz der historischen Erinnerung", nach dem Opfer des Franco-Regimes rehabilitiert werden und Symbole der Diktatur aus dem öffentlichen Raum entfernt werden sollen. (APA)

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