Rating-Ausblick bleibt bei Erste und Raiffeisen negativ

18. März 2009, 18:03
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Schwieriges Umfeld in den Kernmärkten

Wien - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das lang- und kurzfristige Kredit-Rating für die Erste Group mit "A" bzw. "A-1" bestätigt. Der Ausblick ist negativ. Auch die Ratings für die Erste-Osttöchter in Rumänien, Tschechien, und der Slowakei wurden bestätigt.

Als Grund für den negativen Ausblick gab S&P das schwierige Umfeld in den Kernmärkten der Erste an, was zu einem Anstieg der Kreditausfälle führen könnte. Das könnte wiederum das finanzielle Profil der Bank erheblich schwächen, wenn die Rezession stärker und länger ausfalle als bisher erwartet. Auch die Unsicherheiten über die mittelfristigen Aussichten, die derzeitigen Bewertungen auch nach Abreifen der Staatshilfen auf einer "Stand alone" -Basis zu halten, hätten eine Rolle gespielt. Ein Upgrade sei wegen der schwachen Wirtschaftsprognosen für Österreich und Osteuropa unwahrscheinlich.

Mit "A bzw. A-1" hat S&P auch das lang- und kurzfristige Kreditrisiko der Raiffeisen Zentralbank (RZB) bestätigt. Der Outlook bleibt aber - wie bei der Erste Group - negativ. Die Ratingagentur klassifiziert RZB als systemrelevantes und daher wichtiges Institut in Österreich. Die Bank holt sich vom Staat 1,75 Mrd. Partizipationskapital - die Transaktion soll im zweiten Quartal finalisiert werden. Die RZB hat sich zuletzt auch mit zwei staatsgarantierten Anleihen 2,75 Mrd. Euro geholt. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.03.2009)

 

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