Notenbank-Chefs geben Luxusautos zurück

18. März 2009, 18:01
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Direktoriumsmitglieder bekommen kleinere Autos

Wien - Die Gremien der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sind auf die Notbremse gestiegen, um die so genannte Dienst-Wagen-Affäre der OeNB-Spitzenmanager zu bereinigen.
Wie der Standard erfahren hat, werden die Direktoriumsmitglieder ihre Dienstwägen, mit denen sie in der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt haben, zurück geben, die entsprechenden Leasingverträge wurden aufgelöst, es kommen neue Autos ins Haus. Und zwar kleinere und billigere, man hat ein generelles automotives "Down Sizing" beschlossen - und steigt auf Audi A6 um. Angeschafft werden die ab nun über die Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG).

Ihre bisherigen Gefährte müssen die Notenbanker also abgeben. Betroffen von dem Tausch sind vor allem OeNB-Direkor Peter Zöller und Vize-Gouverneur Wolfgang Duchatczek. Sie hatten (was ihrem Vertrag entsprach) vor kurzem zwei sündteure Luxuslimousinen anschaffen lassen, was den ganzen Wirbel auslöst hatte. Zöllner muss sich von einem BMW 740 Li (14 cm längere Version) trennen, Duchatczek von einem S-Klasse-Mercedes 450. Die Leasingkosten hatten in etwa 2000 Euro im Monat betragen. Andreas Ittner tauscht nur einen Audi A8 um.

Gouverneur Ewald Nowotny bleibt bei seinem Mercedes S 500. Den hat er beim Amtsantritt nagelneu von seinem Vorgänger übernommen. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.03.2009)

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