Rosenthal streicht bis zu 300 Stellen

18. März 2009, 17:26
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Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens muss der Porzellanhersteller Arbeitsplätze abbauen, Sambonet Paderno legte unterdessen ein Kaufangebot vor

München- Beim deutschen Porzellanhersteller Rosenthal sollen nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April bis zu 300 Stellen wegfallen. Betroffen seien vor allem Arbeitsplätze in der Hauptverwaltung im oberfränkischen Selb, berichtete das Blatt (Donnerstag-Ausgabe).

Der italienische Besteckhersteller Sambonet Paderno hat ein verbindliches Kaufangebot für Rosenthal vorgelegt. Nach der Insolvenz kann er das Unternehmen als Auffanggesellschaft ohne die 70 Mio. Euro Schulden übernehmen.

Die Verhandlungen mit einem Investor liefen sehr gut und würden in den kommenden Wochen zum Abschluss gebracht, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Volker Böhm der "Welt." Es sei dann Sache des Investors, wie viele Mitarbeiter er weiter beschäftige.

Böhm war am Mittwochnachmittag zunächst nicht zu erreichen. Rosenthal hatte am 9. Jänner Insolvenzantrag gestellt, vier Tage nach seinem Mutterkonzern Waterford Wegdwood. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1.300 Mitarbeiter, weitere 200 im Ausland. (APA/AP)

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