Karzai warnt vor Einmischung

18. März 2009, 14:25
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"Afghanistan wird niemals ein Marionettenstaat sein" - Reaktion auf Vorschläge, die Zentralregierung zu schwächen

Kabul - Der afghanische Präsident Hamid Karzai hat die internationale Gemeinschaft vor einer zu starken Einmischung in seinem Land gewarnt. "Afghanistan wird niemals ein Marionettenstaat sein", sagte Karzai am Mittwoch vor Journalisten in Kabul. Er heiße die ausländischen Partner zwar willkommen, doch sollten diese die Unabhängigkeit und Souveränität Afghanistans respektieren.

Karzai lobte den Beitrag der USA und anderer Staaten beim Kampf gegen den Terrorismus und beim Wiederaufbau seines Landes. Es sei aber nicht ihre Aufgabe, zum Beispiel die Verwaltungsstruktur infrage zu stellen. Der Präsident reagierte damit auf Vorschläge, die Zentralregierung zu schwächen und den Provinzen mehr Machtbefugnisse zu übertragen.

Die USA wollen ihr militärisches Engagement in Afghanistan deutlich ausweiten und haben dafür um Unterstützung ihrer Verbündeten gebeten. (APA/AP)

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    Hamid Karzai verbittet sich Einmischungen von außen

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