Bankenwesen: Frauen konstant schlechter bezahlt

18. März 2009, 14:41
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Einkommen bei gleicher Tätigkeit liegt im Schnitt 19 Prozent unter dem von Bankkaufmännern

Düsseldorf/Berlin - Das ungleiche Lohnverhältnis zwischen Männern und Frauen im Bankgewerbe hat sich in den vergangenen Jahren nicht merklich verbessert. Wie der von der Hans-Böckler-Stiftung betreute LohnSpiegel aufzeigt, verdienen Bankkauffrauen deutlich weniger als ihre männlichen Pendants. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen bei gleicher Tätigkeit um rund 19 Prozent unter jenem von Männern.

"Bei der Lohnlücke für Frauen haben wir eine relative Konstanz festgestellt. Diese beträgt branchenübergreifend sogar bis zu 23 Prozent", erklärt Reinhard Bispinck, Tarifanalyst beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Zudem ziehen sich die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angesichts der Finanzkrise in die Länge.

"Das Ausmaß der Frauenlohnlücke ist zwar altersabhängig und bei älteren Arbeitnehmerinnen größer als bei jüngeren. Allerdings bestehen auch in der jungen Generation bereits Unterschiede", so Bispinck. Bankkauffrauen verdienen im Durchschnitt 3.063 Euro pro Monat, während ihre männlichen Kollegen auf ein Einkommen von 3.789 Euro zurückgreifen können. Dem LohnSpiegel zufolge verdienen Bankbeschäftigte unter Ausschluss von SpitzenverdienerInnen mit sechs- bis siebenstelligen Jahresgehältern im Schnitt 3.621 Euro. (pte)

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