Linux profitiert von der Wirschaftskrise

18. März 2009, 14:08
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Neue IDC-Studie im Auftrag von Novell sieht positive Auswirkungen auf die Verbreitung des freien Betriebssystems auf Desktops und Servern

Die Krise als Wachstumschance, so könnte man eine aktuelle IDC-Studie in Bezug auf das freie Betriebssystem Linux subsummieren. Die Ergebnisse der Studie wurden auf den Webseiten von Auftraggeber Novell veröffentlicht und prognostizieren eine rosige Zukunft für Linux.

Server und Desktop

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die globale Wirtschaftskrise dem freien Betriebssystem Linux weiteren Auftrieb geben dürfte - sowohl auf Servern wie auch auf dem Desktop. Als wesentliche Gründe für die wachsende Verbreitung von Linux nannten die Befragten den gestiegenen Kostendruck und die zunehmende Verbreitung von Virtualisierung. Mehr als die Hälfte der Befragten will einen zügigen Ausbau der Linux-Lösungen im laufenden Jahr durchführen. Rund 72 Prozent davon sind bereits in der Evaluierungsphase oder haben haben das Projekt bereits gestartet.

Eine Ahnung von Linux

IDC befragte im Zuge seiner Studie jedoch nur jene IT-Fachleute und Unternehmen die bereits mit Linux-Lösungen vertraut sind. Im Februar 2009 wurden somit mehr als 300 IT-Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 100 MitarbeiterInnen befragt. 97 Prozent dieser Unternehmen nutzen Windows als Server-Betriebssystem, 55 Prozent haben Linux und 39 Prozent Unix auf dem Server.

Asia-Pazifik-Region

Die IDC-Studie zeigt auch, dass nicht unbedingt jene Firmen auf Linux umsteigen, die derzeit am stärksten von der Wirtschaftskrise betroffen sind, also Unternehmen in Nord-, Mittel- und Südamerika. Der größter Linux-Aufschwung sei derzeit in der Asia-Pazifik Region zu verzeichnen.(red)

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