Erscheinen von Oppositionszeitung gestoppt

18. März 2009, 12:59
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Eigentümer fühlt sich von Behörden bedroht

Der Eigentümer einer der größten georgischen Oppositionszeitungen hat die Publikation seines Blattes unterbrochen, weil seine Familie von den Behörden bedroht werde. Malkhas Gulaschwili betrachtet die polizeiliche Durchsuchung des Autos seines Sohnes vor wenigen Tagen, als Antwort auf seine kritischen Artikel gegen Präsident Michail Saakaschwili und als Zeichen einer Bewegung Georgiens Richtung Autaritarismus.

"Das ist psychologischer Terror", so Gulaschwili (Gulashvili) gegenüber Journalisten. "Warum sagen sie uns nicht: Es gibt eine Diktatur in Georgien und hören mit der Illusion auf, dass Georgien ein demokratisches Land ist." Wann er den Betrieb seines Blattes "Georgian Times" wieder aufnehmen wolle, ließ Gulaschwili offen. Die englische Ausgabe werde nicht unterbrochen.

Das georgische Innenministerium wies die Beschuldigungen zurück. "Es gibt keine politisch motivierten Ahtionen gegen Gulaschwili", sagte ein Sprecher.

Saakaschwili wird von Kritikern beschuldigt, die Pressefreiheit einzuschränken und den Krieg gegen Russland im August um das von Georgien abtrünnige Gebiet Südossetien provoziert zu haben. Zahlreiche Oppositionspolitiker fordern den Rücktritt des Präsidenten. (APA/Reuters)

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