Brückner rechnet mit ÖFB ab

18. März 2009, 12:37
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Ex-Teamchef ortet Mängel im taktischen wie im mentalen Bereich und in der Kommunikation untereinander - Außerdem fehlen Topspieler, "die fähig sind, außerordentliche Situationen auf dem Spielfeld zu lösen"

Prag - Die Arbeit mit dem österreichischen Fußball-Nationalteam müsste nach Ansicht von Ex-Teamchef Karel Brückner eine langfristige sein. "Um in die Strukturen vordringen zu können, bräuchte man vier, fünf Jahre", sagte er in einem zweiteiligen Interview mit der tschechischen Tageszeitung "Sport" und übte damit Kritik an den undurchsichtigen und starren Strukturen des ÖFB. In Tschechien habe der Trainer aus Olmütz auch mit dem Nachwuchs gearbeitet. In Österreich sei ihm dies aus "Zeit- und Alters-Gründen" nicht möglich gewesen, so der 69-jährige, der seinen Job beim ÖFB aus gesundheitlichen Gründen aufgab.

"Fußballer hat Österreich gute, aber es fehlen ihnen die Top-Spieler", meint Brückner. Es mangle an "außerordentlichen Spielern, die fähig sind, außerordentliche Situationen auf dem Spielfeld zu lösen - und das in großer, fast grenzwertiger Schnelligkeit." Außerdem seien die Österreicher sowohl taktisch als auch mental nicht so stark wie etwa die Tschechen. "Unsere Burschen haben das gut ausgehalten, wenn sie mal einen Schlag bekommen haben." Für die Psyche der österreichischen Spieler dagegen sei das Match gegen die Färöer fatal gewesen. Dass dieses nicht gewonnen wurde, erachtet Brückner auch als eigenen Fehler.

Darüber hinaus sah Brückner Kommunikationsprobleme, die aber seiner Ansicht nach weniger bei ihm lagen: "Falls jemand jemanden nicht verstanden hat, dann waren das die Spieler untereinander. Gegen Serbien haben sie in der Abwehr triviale Fehler gemacht." Gleichzeitig schließt er aber auch Verständnisschwierigkeiten zwischen ihm und den Spielern nicht aus. Und es gab offenbar weitere Auffassungsunterschiede: Österreich war nach dem gewonnenen WM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich "sehr optimistisch", Brückner dagegen blieb "immer mit beiden Beinen am Boden": "Ich habe ihnen immer gesagt, dass ich kein 'Wunderzauberer' bin", ergänzt er.  (APA/dpa)

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    Brückner vergleicht Tschechen mit Österreichern: "Unsere Burschen haben das gut ausgehalten, wenn sie mal einen Schlag bekommen haben."

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