Al-Mobayyed tritt wieder für AG an

18. März 2009, 12:11
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ÖH-Vorsitzender ist Spitzenkandidat - Wahlprogramm präsentiert

Wien - Die AktionsGemeinschaft (AG) setzt bei den bevorstehenden Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) auf Bewährtes: Spitzenkandidat ist Samir Al-Mobayyed (25). Der Steirer führte die VP-nahe Fraktion bereits 2007 zum Erfolg, die AG wurde damals stimmen- und mandatstärkste Gruppierung, kam allerdings zuerst nicht ins ÖH-Vorsitzteam. Erst seit 2008 ist der Jurist und Doktoratsstudent auch ÖH-Chef. Am Mittwoch präsentierte er in Wien sein Wahlprogramm.

Auftreten für freien Uni-Zugang

Als eine der wichtigsten Herausforderungen sieht Al-Mobayyed die Erhaltung eines freien Zugangs für Master-Studien. Wer einen Bachelor absolviert habe, solle jedenfalls im selben Studienzweig auch seinen Master machen können. "Zugangsbeschränkungen - wie von vielen angedacht - lehnen wir auf das schärfste ab", so Al-Mobayyed. Die AG möchte aber auch den Bachelor aufwerten, dieser Abschluss sollte "als vollwertiger akademischer Abschluss in allen Bereichen der Arbeitswelt" anerkannt werden.

"Evaluierungen mit Konsequenzen"

Um die Studienqualität zu verbessern, fordert Al-Mobayyed "Evaluierungen mit Konsequenzen", etwa für Vortragende mit laufend schlechter Bewertung. Die zusätzlichen finanziellen Mittel, die den Unis versprochen wurden, müssten dazu verwendet werden, um die "teils katastrophalen Betreuungsverhältnisse" zu verbessern. Derzeit kommen laut AG auf einen Lehrenden durchschnittlich 104 Studenten. Weiters sei das "zu geringen Lehrveranstaltungsangebot" zu verbessern.

"Soziale Lücken" sollen geschlossen werden

In Sachen Sozialpolitik bemängelt die AG "noch so manche Lücke im sozialen Netz der Studierenden". Neben einer gesetzlich verankerten laufenden Indexanpassung aller Beihilfen, sollte es in Zukunft auch eine Einschleifregelung bei der Höchstverdienstgrenze der Familienbeihilfe geben. Es sei unzumutbar, wenn Studierende schon bei einer geringfügigen Überschreitung die gesamte Familienbeihilfe zurückzahlen müssten, so Al-Mobayyed.

Nach den ÖH-Wahlen 2007 hatte es ursprünglich eine Koalition aus Fachschaftslisten (FLÖ), Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) gegeben, die FLÖ stellten den ÖH-Vorsitzenden. Nach dem Zerbrechen dieser Koalition wurde im Juni 2008 dann Al-Mobayyed in einer turbulenten Sitzung zum ÖH-Chef gewählt. (APA)

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    Samir Al-Mobayyed führt die ÖH seit Juni 2008 und soll dies auch weiter tun.

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