Obama fährt laut Medienbericht im Juli nach Moskau

18. März 2009, 10:09
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Laut der russischen Zeitung "Kommersant" soll der frühere US-Außenminister Baker die Reise des Präsidenten vorbereiten

Moskau - US-Präsident Barack Obama besucht einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise Anfang Juli erstmals Russland. Die russische Zeitung "Kommersant" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Diplomatenkreise, der wahrscheinlichste Termin sei unmittelbar vor dem Spitzentreffen der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G-8) vom 8. bis 10. Juli in Italien.

Das Blatt zitierte Kreise in Washington, denen zufolge der frühere US-Außenminister James Baker noch in dieser Woche nach Moskau reist, um den Obama-Besuch vorzubereiten. Obama und der russische Präsident Dmitri Medwedew begegnen sich Anfang April erstmals beim Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) in London.

In dieser Woche wird "Kommersant" zufolge zudem eine Delegation ehemaliger US-Spitzenpolitiker in Moskau erwartet, die sich mit Medwedew und anderen führenden russischen Politikern treffen wollten. Auch der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger gehört demnach der Delegation an.

Besseres Klima

Der Ton zwischen Washington und Moskau ist nach einer jahrelangen Eiszeit unter dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush nach Obamas Amtsantritt wieder deutlich verbindlicher geworden. Unter anderem hatten beide Seiten angekündigt, sich um ein Nachfolgeabkommen für den Ende 2009 auslaufenden START-Vertrag zur Verringerung strategischer Atomwaffen zu bemühen. Ein Erfolg bei START könne die Ratifizierung des noch nicht in Kraft getretenen Atomteststopp-Vertrags (CTBT, Comprehensive Test-Ban Treaty) im US-Senat erleichtern. Am Dienstag kündigte Medwedew jedoch eine massive Aufrüstung seines Landes ab dem Jahr 2011 an. Vor allem solle das Atomwaffen-Arsenal modernisiert werden. (APA/AFP)

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