Regierung will Rüstungsbetrieb verstaatlichen

18. März 2009, 07:18
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Lokale Tochter von Lockheed Martin wartet nur noch Flugzeuge

Buenos Aires - Die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez hat die Verstaatlichung einer Niederlassung des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin angekündigt. Damit könnte das Werk sein früheres Entwicklungs- und Produktionspotenzial zurückgewinnen, erklärte die Präsidentin am Dienstag in Buenos Aires. In dem Betrieb wurden früher argentinische Militärflugzeuge hergestellt. Seit der Übernahme durch Lockheed Martin im Jahr 1994 werden dort nur noch Flugzeuge gewartet.

Abstimmung im Parlament

Das Gesetz zur Verstaatlichung soll dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Preis wird vom staatlichen Rechnungsprüfer festgelegt. Das Verteidigungsministerium nannte einen Betrag von 67 Millionen Pesos (14,1 Millionen Euro). Die 1.050 Beschäftigten sollen ihre Arbeitsplätze behalten. Ein Sprecher von Lockheed Martin sagte, das Unternehmen stehe mit dem argentinischen Verteidigungsministerium in engem Kontakt. (APA/AP)

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