Besser unterwegs

25. März 2009, 14:09
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Weniger Staus, weniger Kraftstoffverbrauch, weniger Verkehrslärm, weniger Schadstoffemissionen: Dafür wird die neue Verkehrssteuerung in Innsbruck sorgen

Das alte Verkehrssteuerungssystem der Stadt Innsbruck hat seit 1993 für die Regelung des Straßenverkehrs gesorgt und wird der stark gestiegenen Verkehrsbelastung nun nicht mehr gerecht. Ab Herbst 2009 werden die 121 städtischen und weitere vier Ampelanlagen in Rum von einem neuen System gesteuert. Es erlaubt dynamisch optimierte Grün-Wellen und die Anpassung der Grünzeiten an das Verkehrsaufkommen, das durch zahlreiche Detektoren in Echtzeit erfasst wird. Während der bisherige Rechner die Grünphasen auf Grundlage historischer Verkehrsbelastungen errechnet hat, werden sie nun automatisch der aktuellen Verkehrssituation angepasst.
Mit dem Einsatz von Sitraffic Scala von Siemens erfolgt der sukzessive Ausbau vom Verkehrsrechner zum Verkehrsmanagementsystem. Neben Detektorschleifen können auch Video- und Radardetektoren direkt an den Verkehrsrechner angebunden werden. Auch eine Integration von Daten des Öffentlichen Personennahverkehrs oder aus dem außerstädtischen regionalen Straßennetz ist möglich.

Sparsame Ampeln

Gleichzeitig werden die Ampeln des Südrings auf LED-Technik umgestellt. Der um bis zu 93 Prozent geringere Energieverbrauch und eine deutlich höhere Lebensdauer schonen die Umwelt und das Stadtbudget. Durch das weitgehende Ausschließen des Auftretens von Phantomlicht wird die Erkennbarkeit bei starker Sonneneinstrahlung wesentlich verbessert. Außerdem sind die modernen Signalgeber von der Seite besser zu sehen als bisher und besonders unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen.

  • Das neue Verkehrssteuerungssystem in Innsbruck passt die Grünzeiten der Ampeln an die aktuelle Verkehrssituation an.
    foto: siemens

    Das neue Verkehrssteuerungssystem in Innsbruck passt die Grünzeiten der Ampeln an die aktuelle Verkehrssituation an.

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