Regierung „verlor" im Vorjahr 50 Laptops und 69 Handys

17. März 2009, 17:29
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Spitzenreiter der Verluststatistik sind, wie schon bei der letzten Erhebung, Innen- und Finanzministerium

Schon einmal musste die Regierung in einer Anfragebeantwortung dem grünen Abgeordneten Karl Öllinger eingestehen, dass ihr eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Handys und Laptops - oder anders ausgedrückt: Datenträger mit vertraulichen Inhalten - verlorenging.

32 PCs, 180 Laptops und 210 Handys

In einem Zeitraum von drei Jahren, von 2005 bis 2007, kamen der Republik 32 PCs, 180 Laptops und 210 Handys abhanden. Und besonders viel scheinen die verantwortlichen Ministerien nicht daraus gelernt zu haben: Denn im Vorjahr schaut die Verlustbilanz mit 50 Laptops und 69 Handys unwesentlich anders aus, sagt Öllinger aufgrund der Anfragebeantwortungen.

Innen- und Finanzministerium

Spitzenreiter der Verluststatistik sind, wie schon bei der letzten Erhebung, Innen- und Finanzministerium. Im Finanzministerium, dem seit 2005 bereits 84 Laptops gestohlen wurden, führte man das auf den hohen Ausstattungsgrad mit Laptops zurück, die überwiegend im Außendienst eingesetzt werden. Dem Innenministerium wiederum werden vor allem Handys geklaut. Welche Daten dabei verlorengingen und welche Folgeprobleme dies verursacht haben könnte, geht aus der Anfragebeantwortung nicht hervor.

Öllinger meldet Zweifel an der Genauigkeit der Angaben an: Denn nach einem Zeitungsbericht seien dem Ministerium des damaligen Umweltministers Pröll acht Notebooks gestohlen wurden; in der Anfrage ist nur von vier die Rede.(Helmut Spudich, DER STANDARD Printausgabe, 18. märz 2009)

 

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