Über 600 Waffen von Kärntner beschlagnahmt

17. März 2009, 16:29
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Deutschen Behörden verhafteten den Mann auf einer Waffenmesse in Nürnberg - Hat ein ganzes Arsenal mit Kriegsmaterial angesammelt

Klagenfurt - Die Polizei hat im Bezirk Klagenfurt mehr als 600 Waffen eines 53-Jährigen Kärntners beschlagnahmt. Der Beschäftigungslose wurde vergangene Woche in Deutschland wegen Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz verhaftet. Bei Durchsuchungen in Deutschland wurden mehr als 100 Waffen und Waffenteile sichergestellt. Laut Polizei dürfte der 53-Jährige, das Material nicht nur zu seinem Privatvergnügen gehortet, sondern auch einen schwungvollen Handel damit betrieben haben. Der Kärnter sitzt zur Zeit in Deutschland in U-Haft.

Die deutschen Behörden hatten den Mann auf einer Waffenmesse in Nürnberg festgenommen. Sie beschlagnahmten Maschinenpistolen, Sprengkörper, Sturmgewehre sowie zahlreiche Pistolen, Revolver und Waffenteile. Bei der ersten Einvernahme gab der Kärntner an, dass er in seiner Heimat zahlreiche Waffen besitze. Die Nürnberger Polizei verständigte ihre Kärntner Kollegen, die am Sonntag dann mehrere Hausdurchsuchungen im Raum Ferlach durchführten. "Die grenzüberschreitende Kooperation hat sehr gut und sehr schnell funktioniert", erklärte Helmut Mayer, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung in Kärnten.

Die Polizisten, die mit Sprengstoffhunden und Entminungsspezialisten anrückten, staunten nicht schlecht, auf welches Arsenal sie da gestoßen waren. Sie fanden Maschinengewehre und -pistolen, Sturmgewehre verschiedener Fabrikate, Pistolen, Revolver, aber auch scharfe Handgranaten und Gewehrgranaten. Dazu hatte der Kärntner Unmengen an Kriegsmaterial und kistenweise Waffenteile, von Läufen bis Verschlüssen, gehortet. Auch Sprengmittel und Zündschnüre sowie mehrere 1.000 Schuss Munition wurden beschlagnahmt. (APA)

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