Nachrichtendienstchef warnt vor albanischem Extremismus

17. März 2009, 15:18
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Vukadinovic: Sicherheitslage im Land dennoch stabil

Belgrad - Der Chef des serbischen Nachrichtendienstes (BIA), Sasa Vukadinovic, hat am Dienstag vor "albanischem Extremismus in Südserbien" gewarnt, während es auch anderswo in Serbien Gruppen mit "religiösem und ideologischem Radikalismus" gebe. Der BIA-Chef sprach vor dem Sicherheits-Ausschuss des Parlaments, dem er seinen ersten Bericht seit seiner Bestellung im vorigen Juli vorlegte.

Die Sicherheitslage in Serbien bezeichnete Vukadinovic als "stabil". Die gesamten Verhältnisse in Serbien und darüber hinaus in der ganzen Region hätten sich seit der Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo im Vorjahr aber verschlechtert.

Prioritäten

Als Prioritäten seiner Sicherheits- und Informationsagentur bezeichnete Vukadinovic den Widerstand gegen Terrorismus und Separatismus, die Fahndung nach den beiden weiterhin flüchtigen Angeklagten des UNO-Kriegsverbrechertribunals, Ratko Mladic und Goran Hadzic, sowie die Bekämpfung von religiösem und sonstigem Extremismus. Auch die Aufklärung von Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste in Serbien sowie die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus gehören laut Vukadinovic zu den Hauptzielen des BIA.

Vukadinovic sorgte im Vorjahr für Aufsehen, als nur wenige Tage nach seiner Bestellung der ehemalige Präsident der Republika Srpska, Radovan Karadzic, festgenommen wurde. Die entscheidende Information über "Dragan Dabic", unter dessen Namen sich der UNO-Angeklagte Karadzic in Belgrad mindestens ein Jahr lang versteckte, musste auch seinem Amtsvorgänger Rade Bulatovic bekanntgewesen sein. Bulatovic, ein ehemaliger Berater des früheren national-konservativen Premiers Vojislav Kostunica, war in der Öffentlichkeit wiederholt in Verdacht geraten, die Haager Angeklagten nicht wirklich festnehmen zu wollen. (APA)

 

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