Smartrac mit Gewinneinbruch 2008

17. März 2009, 13:57
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Hannover - Der im TecDax notierte Funkchiptechnik-Hersteller Smartrac bleibt trotz der Wirtschaftskrise auf Wachstumskurs. "Wir rechnen im Gesamtjahr 2009 mit einem Umsatzplus und mit schwarzen Zahlen", sagte Firmenchef Christian Fischer am Dienstag im Reuters-Interview. Dabei sei allerdings in der wichtigen Automotive-Sparte mit einem Minus von 30 bis 40 Prozent zu rechnen.

Auch in manchen anderen Bereichen sei ein Rückgang zu erwarten. "Insgesamt werden wir das überkompensieren", sagte er. Für Ausgleich werde etwa das Geschäft mit Transpondern für den öffentlichen Nahverkehr sorgen, das um zehn bis 15 Prozent zulegen werde.

"Der Gesamtmarkt wird in diesem Jahr wohl nur zehn Prozent zulegen und nicht wie ursprünglich erwartet um 25 Prozent", sagte Fischer. Trotz der schwierigen Marktlage stünden aber keine Einschnitte bei der Belegschaft an. "Es wird voraussichtlich keine Stellenstreichungen geben, wir werden zum Jahresende wohl weiterhin rund 2.750 Mitarbeiter haben."

Im abgelaufenen Jahr hatte Smartrac angesichts hoher Investitionen in neue Werke einen Gewinneinbruch verbucht. Auch Ausgaben für einen Patentstreit sorgten für den Rückgang des Überschusses um gut ein Drittel 13,6 Mio. Euro. In den USA hatte das Unternehmen zudem mit einem Rückgang von 40 Prozent bei der Lieferung von Chips für Reisepässe zu kämpfen. Der Umsatz 2008 legte um 16 Prozent auf 112 Mio. Euro zu.

Zum Wachstum sollen auch künftig Zukäufe beitragen. "Wenn sich Opportunitäten bieten, werden wir erneut zukaufen", sagte Fischer. "An liquiden Mitteln und Kreditlinien haben wir dafür 30 bis 50 Millionen Euro zur Verfügung." Derzeit gebe es keine konkreten Planungen. Mit Blick auf mögliche Ziele sagte er: "Wir sind bei passiven RFID-Transpondern gut aufgestellt, aber die eine oder andere Ergänzungsmöglichkeit gibt es immer." (APA/Reuters)

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