USA begrüßen Ernennung Inzkos

17. März 2009, 13:55
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"Wir freuen uns, eng mit Botschafter Inzko zusammenzuarbeiten"

Washington/Ljubljana/Wien - Die USA haben die Ernennung des österreichischen Diplomaten Valentin Inzko zum neuen Hohen Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina durch den Friedensimplementierungsrat begrüßt. "Wir freuen uns, eng mit Botschafter Inzko zusammenzuarbeiten (...)", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Washington, das die US-Botschaft in Wien am Dienstag der APA übermittelte. Inzko, zugleich Sonderbeauftragter der EU in Sarajevo, sei "gut qualifiziert, die außerordentlichen Herausforderungen in Bosnien anzugehen. Er wird unsere volle Unterstützung haben".

Inzko, zuletzt österreichischer Botschafter in Slowenien, sagte unterdessen in einem Interview mit der in Ljubljana ansässigen Tageszeitung "Delo" laut der slowenischen Nachrichtenagentur STA: Bosnien müsse ein normales Land werden, so dass es schließlich der EU beitreten könne. Dies sei eine Position, die von den meisten EU-Staaten geteilt werde. "Bosnien-Herzegowina muss ein normales Land werde, über das selten gesprochen wird - im Sinne wie über die Schweiz oder Norwegen selten gesprochen wird."

Als seine Prioritäten nannte Inzko die Umsetzung und Aufwertung des Friedensabkommens von Dayton, mit dem der Bosnien-Krieg (1992-95) beendet wurde, Demokratisierung, wirtschaftliche Entwicklung, die Annäherung an die EU mit dem potenziellen, mittelfristigen Ziel einer Mitgliedschaft sowie auch die Stärkung der staatlichen Institutionen und die Aussöhnung zwischen den Volksgruppen. (APA)

 

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