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Die viertgrößte Insel der Welt im Rampenlicht

17. März 2009, 12:48

Die 400 Kilometer vor der Küste Mosambiks liegende Republik im Indischen Ozean

Nairobi - Der von Gewalttätigkeiten begleitete Machtkampf auf Madagaskar hat die viertgrößte Insel der Welt ins Rampenlicht gerückt. Nachfolgend einige Informationen über die Republik im Indischen Ozean, die mit 581.540 Quadratkilometern größer als Deutschland und Heimat für 20 Millionen Menschen ist.

* DIE WIRTSCHAFT

- Traditionell lebt Madagaskar von der Landwirtschaft. Reis, Kaffee, Vanille und Nelken sind typische Landesprodukte.

- In den vergangenen Jahren haben ausländische Bergbau- und Mineralölfirmen Milliarden Dollar in den Abbau von Rohstoffen wie Nickel, Kobalt und Titan investiert. Gesucht wird auch nach Gold, Kohle, Chrom, Platin und Uran. Umweltschützer warnen vor den ökologischen Schäden des Rohstoffabbaus.

Große Investoren sind unter anderem Rio Tinto, Sherritt International, Total und Exxon Mobil .

- Darüber hinaus hat sich der Tourismus gegen Konkurrenten wie Mauritius und die Seychellen behauptet. 2008 machten 380.000 Ausländer Urlaub auf Madagaskar nach 344.000 im Jahr 2007. Das Beherbergungsgewerbe warnt, dass der Machtkampf auf Kosten des Fremdenverkehrs gehe. Im vorigen Jahr ließen die Touristen 390 Millionen Dollar auf Madagaskar.

- Die Wirtschaft soll in diesem Jahr um 7,5 nach 7,1 Prozent 2008 wachsen. Allerdings dürften die weltweite Krise und der Rückgang der Rohstoffpreise die Entwicklung im Bergbau verlangsamen.

* DAS LAND

- Madagaskar liegt knapp 400 Kilometer vor der Küste Mosambiks.

- Malagasy und Französisch sind die Amtssprachen, zudem werden örtlich begrenzte Dialekte gesprochen.

- Etwa die Hälfte der Bevölkerung hängt Naturreligionen an, 41 Prozent der Madegassen bekennen sich zum Christentum, sieben Prozent sind Muslime. (Reuters)

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