Mazedonien

17. März 2009, 09:58
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1991 nach Volksabstimmung unblutig von Jugoslawien losgelöst

Skopje/Wien - In der früheren jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien finden am kommenden Sonntag Präsidenten- und Lokalwahlen statt. Im Folgenden wichtige Daten und Fakten zu dem Balkan-Land:

GEOGRAFIE:

Fläche - 25.713 Quadratkilometer (etwa doppel so groß wie das Bundesland Tirol)

Einwohner - 2,1 Millionen

Nachbarländer - Bulgarien, Griechenland, Albanien, Serbien und auch der Kosovo

Hauptstadt - Skopje (albanisch: Shkup), 510.000 Einwohner

Höchster Berg - Golem Korab, 2.765 Meter

Längster Fluss - Vardar

BEVÖLKERUNG

Volksgruppen - (slawische) Mazedonier (64,2 Prozent), Albaner (25,2 Prozent), Türken (vier Prozent), Roma (2,7 Prozent)

Religion - serbisch-orthodox (70 Prozent), Albaner vorwiegend Muslime

Offizielle Staatssprachen - Mazedonisch, Albanisch

GESCHICHTE

1912/13 - Erster Balkan-Krieg: Serben, Bulgaren und Griechen vertreiben die Türken aus Mazedonien. Zweiter Balkan-Krieg im Streit der drei Mächte um das gewonnene Territorium: Das historische Mazedonien wird dreigeteilt.

1944 - Tito macht (das serbische) Mazedonien zu einer Teilrepublik Jugoslawiens.

1991 - Mazedonien erklärt nach einem Referendum (68 Prozent pro Unabhängigkeit) seine Souveränität - seither ungelöster Streit mit Griechenland um den Staatsnamen wegen der gleichnamigen griechischen Provinz Makedonien.

1993 - Aufnahme des jungen Staates in die UNO unter der Bezeichnung Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (Former Yugoslav Republic of Macedonia/FYROM).

Februar-August 2001 - Kämpfe zwischen albanischen Extremisten und der mazedonischen Armee. Der Konflikt wird mit dem Rahmenabkommen von Ohrid mit größeren (Selbstbestimmungs-)Rechten für die albanische Volksgruppe beigelegt. Friedenseinsätze der NATO, die später die EU übernimmt.

Dezember 2005 - Mazedonien erhält von der EU den Status eines Beitrittskandidaten.

April 2008 - Athen legt Veto gegen NATO-Beitritt Mazedoniens ein.

WIRTSCHAFT (2008)

Währung - Denar

BIP pro Kopf - 2.750 Euro

Wirtschaftswachstum - Fünf Prozent

Inflation - 2,3 Prozent

Arbeitslosigkeit - 35 Prozent

Außenhandel - Importe im Wert von 2,5 Milliarden Euro, Exporte im Wert von 3,6 Mrd. Euro (APA)

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