Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Auf das Gefühl Durst darf man sich verlassen. Ignorieren sollte man es nicht.
Arne Hahn aus Purkersdorf fragt: Muss man täglich drei Liter trinken?
8 x 8 - Die weltberühmte Formel ist nicht der Name eines Deodorants, sondern eine allgegenwärtige Mahnung, die sich auf das Trinken von Wasser bezieht. Ausformuliert besagt sie Folgendes: „Drink at least eight 8-oz glasses of water a day". Oder zu Deutsch: Acht Gläser beziehungsweise bis zu drei Liter Flüssigkeit braucht der Mensch, um seinen Körper gesund zu erhalten. Koffein- und alkoholhältige Getränke exklusive.
Diese Forderung - so wird es kolportiert - wurde von der Food and Nutrition Board of the National Research Council vor rund 60 Jahren in die Welt gesetzt. Im Detail lautete jedoch die Empfehlung von damals: 2,5 Liter Wasser ist die angemessene tägliche Ration für einen erwachsenen Menschen. Pro gegessener Kalorie sollte die Aufnahme von durchschnittlich einem Milliliter Wasser erfolgen. Das meiste davon - so stand es bereits damals geschrieben - war schon im Essen selbst zu finden.
Der letzte Punkt interessierte offenbar niemanden, denn seit damals sind Menschen stetig darum bemüht zu trinken, was das Zeug hält. Und das mit Absegnung unzähliger medizinischer Experten und Institutionen.
Haltlose Empfehlung
Einer der dieser Obsession des permanenten Trinkens nicht folgen wollte, war der amerikanische Physiologe Heinz Valtin. Er hegte Zweifel an 8 x 8 und konnte auch nach intensiven Recherchen nicht eruieren, wie es zu dieser Empfehlung eigentlich kam. In einer umfangreichen Studie hat er seine Bedenken im „American Journal of Physiology" schon vor Jahren zum Ausdruck gebracht.
Zugegeben, die Argumente die für eine prophylaktische Wasserzufuhr sprechen, sind gar nicht so schlecht. Angeblich verbessert ausgiebiges Trinken die Funktion aller Organe im menschlichen Organismus, insbesondere die der Nieren. Dazu kommt eine präventive Wirkung gegen Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen, Nierensteine, Verstopfung, trockene Haut und Depressionen. Wahrheit oder reine Spekulation? Wie zuvor Valtin, fanden auch die beiden Wissenschaftler Dan Negoianu und Stanley Goldfarb von der Universität of Pennsylvania in Philadelphia keinen Beweis für den gesundheitlichen Benefit, der angeblich aus dem übermäßigen Trinken resultiert. Ihre Studie "Just Add Water" wurde 2008 im Journal of the American Society of Nephrology publiziert.
Alles inklusive
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin hält sich an die amerikanische Vorgabe aus dem Jahr 1945. Sie empfiehlt gesunden Personen täglich 2,3 Liter Wasser zu trinken. Und jetzt bitte weiterlesen, denn ab jetzt wird's erst spannend: Ein Drittel dieser Flüssigkeit stammt aus fester Nahrung. Kaffee und Tee dürfen in die Trinkbilanz einberechnet werden, genauso wie alkoholische Getränke bei maßvollem Konsum.
Was übrig bleibt, ist also gar nicht so viel. Und auf das Gefühl Durst darf man sich ebenfalls verlassen. Es kommt nicht zu spät, wie vielfach angenommen, denn sonst wäre der Mensch ja sein Leben lang vor Austrocknung bedroht. Darüber hat sich 2002 auch Valtin schon gewundert, genauso wie über den Mythos, dass dunkler Urin ein Zeichen von Dehydrierung sein soll.
Dass der Mensch nicht länger als ein paar Tage ohne Zufuhr von Wasser überlebt, ist hinlänglich bekannt. Ebenso wie die Tatsache, dass der Bedarf nach Flüssigkeit bei Hitze und intensiver sportlicher Aktivität entsprechend höher sein muss. Der Aufenthalt in einem gemäßigtem Klima ist jedoch entgegen der allgemein gültigen Meinung nicht Anlass genug für zwanghaftes Trinken. (Regina Philipp, derStandard.at, 26.03.2009)
"Ganz so ist es nicht", sagt Dietmar Winkler, Leiter der Gedächtnisambulanz im Wiener AKH
Mit geschwollenen Beinen einschlafen, mit einer Schwellung am Arm aufwachen - Die Diagnose kann Thrombose oder Lymphödem lauten
Damit Arzneimittel so wirken, wie sie sollen, müssen einige Regeln beachtet werden
In Österreich leben Männer im Mittel rund sechs Jahre kürzer als Frauen. Hat das biologische Gründe oder ist das primär auf soziale Faktoren zurückzuführen?
Als Diätmittel sind die alkoholischen Getränke nicht geeignet - Die appetitanregende Wirkung von Bier und Wein ist physiologisch nicht erforscht
Die Blut-Hirn-Schranke wehrt sich erfolgreich gegen Medikamente - Forscher arbeiten daran, die natürliche Barriere zu umschiffen
Die wahrgenommene Kompetenz eines Arztes ist von der Kleidung unabhängig
Immer gerade sitzen ist schlecht für die Bandscheiben, weiß Ingrid Heiller von der Orthopädie in Speising
Sozialer Jetlag entsteht aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung - Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung leiden darunter
Das Wirtschaftsministerium sagt Nein - Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ist gegenteiliger Ansicht
Von den weltweit etwa 270 Zimtarten sind in Europa nur zwei botanische Arten relevant - Sie unterscheiden sich in Geschmack und Cumaringehalt
45 Gramm gemahlene Muskatnuss kommen bei den "Nervenkeksen" der Hildegard von Bingen auf ein Kilogramm Mehl - Droht eine Muskatvergiftung?
Wir sollten aufs Klo gehen, sobald sich die Blase meldet. Wer den Harn zurückhält, riskiert eine Überdehnung der Blasenwand und damit ein Lazy-Bladder-Syndrom
Andrea Bocelli, Ray Charles, Stevie Wonder: Viele blinde Menschen sind zu außergewöhnlichen musikalischen Leistungen fähig - aber hören Blinde tatsächlich besser?
Kann man mit der richtigen Ernährung eine Krebserkrankung therapieren? "Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis", sagt Johann Hammer, Leiter der Ernährungsmedizin am AKH Wien.
Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht. Warum ist das so?
Pestizide, Schimmelpilze und Terpene haben den Christbaum in Verruf gebracht - Nur beim Verzehr mehrerer Kilogramm Nadeln wird er zur Gesundheitsgefahr
Vitamin C kann, entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Erkältungskrankheiten nicht verhindern, weiß der Ernährungswissenschaftler Karl-Heinz Wagner
Eine Fettschicht hält uns im kalten Wasser länger warm - Ob das auch auf winterliche Außentemperaturen zutrifft, weiß Cem Ekmekcioglu vom Institut für Umwelthygiene
Warum diese Botschaft umstritten ist und wie sehr Reiztherapie und immunstimulierende Mittel helfen
Was in einen Punsch hineinkommt, bleibt in Österreich den Herstellern überlassen - Wahrheitsgehalt und Hygiene werden regelmäßig überprüft
Jugendliche klagen über Müdigkeit und Schlafstörungen - Hilft ein späterer Schulbeginn?
Befürworter propagieren die immunstärkende Spritze als schonende Impf-Alternative - Wirkungsstudien gibt es keine
Einen Flug Richtung Westen verkraften der menschliche Organismus und seine innere Uhr relativ gut
"Im Herbst verliert man viel mehr Haare. Auch meine 16-jährige Katze haart sich schon seit Tagen", heißt es in einem Forum - Brauchen wir Menschen ein Winterfell?, fragen wir die Dermatologin Daisy Kopera
Eines muss ich schon vorweg diesem Artikel absprechen. Jeder Mensch ist ein Idivideum desshalb soll man seine Ernährung und sein Trinkverhalten auf jeden einzelnen reduzieren. Das heißt im Klaren, dass
jeder einen anderen Wasserhaushalt hat, welcher zum größten Teil vom Körpergewicht abhänging ist.
Aus diesem Grund ist die aus meiner Sicht beste Formel für unseren Wasserkonsum Körpergewicht x 0,03 (3% vom Körpergewicht).
Wasser trinken hat noch einen großen Vorteil.
Man verbraucht dabei Energie. = Wasser trinke macht schlanker. Wünsch euch viel Spass beim Ausprobieren.
"Sie sind nicht krank, Sie sind durstig! Behandeln Sie Ihren Durst nicht mit Medikamenten!" Diese provokante These meint der weltbekannte iranische Arzt und Bestsellerautor Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj wörtlich.
Ich gestehe, ich habe eines seiner Bücher ("Sie sind nicht krank, sie sind durstig: Heilung von innen mit Wasser und Salz") mit Interesse gelesen und versuche nach einer (perpheren) Lungenembolie doch ein wenig mehr zu trinken als vorher. Schaden tut es mir jedenfalls nicht, wenn ich auch öfter um die Ecke muss...
Jeder Mensch soll soviel trinken, wie er glaubt, zu brauchen (vom Gefühl her braucht). Das wird jeden Tag anders sein und ist auch von der Temperatur abhängig.
Sich zu zwingen, weiterzutrinken, wenn es nicht mehr geht (benötigt wird), ist sicher falsch.
Es sei denn, es gäbe handfeste medizinische Gründe (zum Beispiel eine Nierenkolik).
also der einzige mensch der je an einer überdosis wasser gestorben ist war amerikaner. der hatte mehrere liter wasser (bis zu 10) täglich getrunken und das über mehrere jahre. das wasser war eiskalt. grund waren zahnschmerzen die der gute nicht vom zahnarzt bahndeln lassen wollte.
... von dem sie gehört haben vielleicht.
Es ist auch ein Fall von einer Läuferin bekannt, die während eines Marathons an Überdruck im Gehirn gestorben ist, was Ärzte als Folge von zu viel getrunkenem Wasser feststellten.
Im Standard ist vor 1-2 Jahren mal die Nachricht von einer Frau gewesen die wegen einer Wette(!) so viel Wasser wie möglich getrunken hat. Ob das jetzt 7 Liter waren weiß ich nicht. Woran sie dann gestorben ist weiß ich nicht mehr, aber wird vermutlich ein Hirnödem gewesen sein.
Die Dunkle Farbe im Urin kommt von diversen Giftstoffen welche durch die Nieren abgesondert und ausgeschieden werden. Also kein Wassermangel.
Auch die Lymphen benötigen Wasser um ihre entgiftenden Schleimbeuteln zu stärken. (Ganz wichtig)
Kaffe oder auch Bier sind schwer OK. (in maßen/und mit Freunden;-))))))
Das allerwichtigste ist aber positives Denken. (da gibt es einen japanischen Forscher der die kristalline Eigenschaften des Wassers auf Grund von gedanklichen Schwingungen erforscht )
...das grenzt schon an hildegard von bingen...
ui ui ui
die sogenannten "schleimbeutel", oder bursen genannt, sind gleitkissen an großen gelenken.
die lymphbahnen besitzen solche nicht...und "entgiften" auch nicht, damit sind die leber und die nieren genug beschäftigt.
Wenn man aber die gleiche Menge Giftstoffe in mehr Wasser löst, sollte der Urin dann nicht heller werden?
Und vielleicht ist es ja besser, der Niere (bzw. dem gesamten Körper) mehr Wasser zur "Reinigung" zur Verfügung zu stellen. Hilft bei mir nach einem Kater immer ;)
diese ewige Quälerei mit dem "genug trinken"... Endlich aus und vorbei! Dank des Artikels hab ich jetzt kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mich auf mein Durstgefühl verlasse und zu trinken aufhöre, wenn ich sitt (*hihi*) bin!
Das mangelnde Durstgefühl bei älteren Menschen kommt aber auch nicht von selber. Sondern das entsteht, weil ihnen in der Regel Salz und Kaffe verboten werden. Erst mit Salz kann der Körper das Wasser binden, und mit Kaffee funktioniert auch die Reizleitung wieder. Dann passt wieder alles.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.