"Iren geht es genauso wie Irakern und Afghanen"

17. März 2009, 16:53
48 Postings

RSF-Vizechef Dalton: Britische Regierung muss mit Konsequenzen für Besatzung rechnen

London - Nach den jüngsten Terroranschlägen in Nordirland mit drei Toten hat ein führender Regierungskritiker vor gewalttätigen "Konsequenzen" auch in Großbritannien gewarnt. "Wenn die britische Regierung ein anderes Land besetzt, muss sie realisieren, dass damit auch Konsequenzen verbunden sind", sagte der Vizepräsident der Partei Republikanische Sinn Fein (RSF), Des Dalton, dem Sender Channel 4 am Montagabend.

Er wurde zuvor gefragt, ob Anschläge auch auf der Hauptinsel gerechtfertigt seien. So lange die Briten nicht abgezogen seien, werde der Widerstand nicht beendet, sagte Dalton. "Den Iren geht es genauso wie den Irakern, Afghanen und Palästinensern."

Die RSF hatte sich 1986 von der Sinn-Fein-Partei abgespalten, die lange Zeit der politische Arm der Terrororganisation IRA war. Zwei Splittergruppen der IRA bekannten sich zu den jüngsten Anschlägen, bei denen zwei Soldaten und ein Polizist ermordet wurden. Der RSF werden Verknüpfungen zu paramilitärischen Splittergruppen nachgesagt, sie bestreitet es aber.

Im Jahr 1998 hatten sich die katholischen und protestantischen Parteien in Nordirland, darunter die Sinn Fein, auf ein Friedensabkommen geeinigt, das eine gemeinsame Autonomieregierung für die zu Großbritannien gehörende Region vorsieht. Nordirland war nach der Unabhängigkeit Irlands bei London geblieben, weil es mehrheitlich von unionistischen Protestanten bewohnt wird. (APA/dpa)

Share if you care.