Schweizer Bank will Madoff-Kunden entschädigen

16. März 2009, 19:31
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Die Genfer Privatbank wird Kunden entschädigen, die durch den Zusammenbruch von Madoffs Investmentgesellschaft Geld verloren haben

Wien / New York - Die Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) wird Kunden entschädigen, die durch den Zusammenbruch von Madoffs Investmentgesellschaft Geld verloren haben. Insgesamt musste die UBP wegen der Madoff-Affäre mehr als 800 Mio. Schweizer Franken (520 Mio. Euro) abschreiben. "Wir tätigen eine kommerzielle Geste und übernehmen Positionen", bestätigte UBP-Sprecher Jérôme Koechlin entsprechende Medienberichte. Die Bank wird bis zu 50 Prozent der Kundenverluste übernehmen. Die Auszahlung soll in den kommenden fünf Jahren erfolgen.

Zittern ums Vermögen

US-Ermittler wollen indes die Vermögenswerte von Madoffs Frau Ruth einfrieren, um zu verhindern, dass sie möglicherweise das Land verlasse oder einen Teil der auf ihren Namen laufenden 93 Mio. Dollar (71 Mio. Euro) beiseiteschaffe, berichtete die New York Post. Das Einfrieren des Vermögens von Ruth Madoff sei aber nur der erste Schritt, heißt es. Die Staatsanwaltschaft arbeite daran, auch sie wegen krimineller Handlungen zu belangen. Ein Mitarbeiter der US-Börsenaufsicht SEC sagte, die Ankläger wollten noch in dieser Woche das Vermögen einfrieren, da es aus unrechtmäßigen Geschäften stamme. (Reuters, bpf, DER STANDARD, Printausgabe, 17.3.2009)

 

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