Handyverkauf zieht wieder an

11. März 2003, 18:32
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Neue Funktionen wie Farbildschirme und Bildnachrichten lassen Absatzzahlen steigen - Siemens ist weiter optimistisch

Wien - "Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die Talsohle im Handybereich erreicht ist", sagt Franz Geiger, Siemens-Vorstand für den Bereich Handys und Mobilfunk. Im Weihnachtsgeschäft 2002 (November und Dezember) wurde der Verkauf gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent gesteigert, von 440.000 auf 656.000 Stück in Österreich. Siemens ist weiterhin die Nummer zwei auf dem heimischen Markt und von 17 auf 27 Prozent Marktanteil gewachsen, etwa halb so groß wie Marktführer Nokia. 2002 wurden in Österreich 2,5 Mio. neue Handys verkauft, zu Jahresbeginn wurden 2,1 Mio. Stück vorausgesagt. Heuer erwartet Geiger ein Wachstum im "oberen einstelligen Bereich".

Die gute Verkaufsentwicklung sei stark durch Innovationen beflügelt worden, erklärte Geiger in einem Pressegespräch vor Beginn der CeBIT. Vor allem Bildnachrichten (MMS), Farbbildschirme sowie polyfone Klingeltöne würden wichtige Verkaufsfaktoren sein.

Gute Verkaufsentwicklung

Die gute Verkaufsentwicklung in Österreich fügt sich in eine positive weltweite Entwicklung. Mit 423 Mio. Handys hat die Industrie 2002 um sechs Prozent mehr als im Vorjahr verkauft und ihre eigenen, düsteren Prognosen von 400 bis 410 Mio. Verkäufen deutlich übertroffen, berichtet der Marktforscher Gartner Dataquest. Das weltweite Ranking sieht Nokia unverändert auf Platz eins (35,8 Prozent), gefolgt von Motorola (15,3 Prozent), Samsung (9,8 Prozent) und Siemens (8,2 Prozent). Siemens bleibt nach Verkaufszahlen weiterhin ein dominant europäischer Hersteller. In zwei der elf Länder, für die Wien zuständig ist, halte Siemens den Spitzenplatz am Markt (Kroatien und Bosnien), in den meisten anderen den zweiten Rang.

Vier neue Modelle

Zur CeBIT präsentiert Siemens vier neue Modelle für das erste Halbjahr, darunter ein ostereigroßes Handy SL55 mit einer Schiebetastatur sowie das SX 1 mit integrierter Kamera und Organizer. Wie berichtet sollen Modehandys unter einer eigenen Marke - Xelibri - auf den Markt gebracht werden. Das SX1 ist das erste Produkt im Serie 60/ Symbian-Standard; bis auf weiteres plant Siemens keine Handys auf Microsoft-Basis. (spu, DER STANDARD, Printausgabe 11.3.2003)

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  • Zukunftsdisplay von Siemens: Eine papierdünne Plastikfolie zum Aufrollen - einstweilen nur ein Prototyp, der auf der  am Mittwoch beginnenden CeBIT gezeigt wird.
    foto: siemens

    Zukunftsdisplay von Siemens: Eine papierdünne Plastikfolie zum Aufrollen - einstweilen nur ein Prototyp, der auf der am Mittwoch beginnenden CeBIT gezeigt wird.

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