Autozulieferer drängen auf Haftungen der Republik

16. März 2009, 18:01
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Wien - Österreichs Autozulieferer verschärfen den Druck auf die Regierung, der Branche durch Haftungsübernahmen beizuspringen. "Unser Problem sind die Banken, die so gut wie kein Geld für Investitionen herausrücken", sagte ein Branchenvertreter, der nicht genant werden wollte, im Gespräch mit dem STANDARD. "Wenn der Staat dafür garantieren würde, müssten die Banken nicht auf ihr Portfolio achten und wir könnten investieren."

Am Montag haben sich Vertreter von Wirtschafts- und Finanzministeriums, der Autozulieferindustrie und der Sozialpartner zu einem Autogipfel getroffen. Die Gespräche um Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung seien "sehr konsensorientiert" verlaufen. Dabei ist es um einen Haftungsrahmen von 15 Mrd. Euro gegangen, wobei die Unternehmen gemäß ihrer Steuerleistung und der in den vergangenen drei Jahren getätigten Investitionen eingebunden werden sollten.

Laut einem vor dem Treffen bekannt gewordenen Brief lehnt die Bundesregierung zumindest Staatsgarantien für Anleihen von Industrieunternehmen ab. (stro, DER STANDARD, Printausgabe, 17.3.2009)

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