"Mein Herz stoppte drei Mal"

16. März 2009, 17:52
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Englands exzentrische Kicker-Legende schockiert mit der Nachricht, dass sie während ihrer Reha mehrmals beinahe gestorben wäre

Der frühere englische Teamkicker Paul Gascoigne hat im Zuge eines Interviews über seine Alkoholabhängigkeit auf Sky News enthüllt, dass er während seiner Rehabilitation letztes Jahr beinahe gestorben wäre, als sein Herz aufhörte zu schlagen. Plötzlich auftauchende Gerüchte, wonach er bereits verstorben wäre, seien demnach wesentlich näher an der Realität gewesen, als es die Öffentlichkeit wahrhaben wollte.

"Mein Herz hörte dreimal auf zu schlagen", so "Gazza", der ergänzte, dass sein Vater darüber derartig besorgt war, dass er ohnmächtig wurde. Gascoigne beschrieb in seinen Erzählungen auch den Tag, als er versuchte sich das Leben zu nehmen. "Ich hatte einfach genug, ich hatte genug von allem."

"Ich rief meine Schwester an, nur um ihr zu sagen, dass ich mir ein Bad einlassen werde. Ich glaube, sie hat so eine Vorahnung gehabt, ich weiß nicht ob es ein Hilfeschrei war. Und ich habe gesagt, schau, ich bin im Bad und ich werde dich immer lieben, oder sowas in die Richtung und legte auf."

"Ich lag im Bad und spürte, wie ich gerade einzudöseln begann, als plötzlich die Polizei hereinstürmte. "Um die sechs Polizisten zogen mich aus der Wanne."

Gascoigne, der während seiner aktiven Karriere für Newcastle United, Tottenham, Lazio und die Glasgow Rangers gespielt hat, gestand, noch vor vier Monaten tagtäglich an die 30 Dosen "Special Brew" in sich hineingeschüttet zu haben, nun aber will er durch seinen Glauben an Gott einen Weg aus seinen Problemen gefunden haben. "Ich danke ihm für heute, ich danke, weil ich nicht trinke und ich danke, dass er mir heute keinen Drink genehmigt."

Gazza sagt, er habe gelernt, seine Alkoholprobleme unter Kontrolle zu haben. "Ich kann damit jetzt umgehen, denn ich muss nur an meinen letzten Rausch denken, was ich zwar nicht wirklich kann, aber insofern schon, als dass ich danach mit einem Löffel gefüttert werden musste, weil ich so heftig zitterte.

Gascoigne war ein begnadeter Fußballer ("No one is ever going to be as good as I was."), aber seine steile Karriere wurde auch von Alkoholexzessen und Gewaltausbrüchen gegen Ex-Frau Sheryl geprägt, was auch seinem Image in der Öffentlichkeit gehörig schadete.

"Ich mag es nicht, wenn meine Frau meine Mutter in einem Restaurant - einfach so - eine Hure nennt. Ich habe meinen Kopf gegen ihren gedrückt, aber ich habe ihr keine Kopfnuss verpasst. Ich habe sie auf den Boden geschleudert und war entsetzt darüber, was ich tat. Danach habe ich die Therapie begonnen, Ich saß mit 15 bis 20 Frauen zusammen und musste ihnen genau erzählen, was ich getan habe, dafür habe ich auch einige Hiebe einstecken müssen." (hon)

  • Paul Gascoigne sagt, er hat seine Alkoholprobleme jetzt unter Kontrolle.
    foto: epa/paul kingston

    Paul Gascoigne sagt, er hat seine Alkoholprobleme jetzt unter Kontrolle.

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