Sechs Tote bei Terroranschlägen

16. März 2009, 15:58
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Bauernfamilie und dreihundert Schafe umgebracht

Algier - Terroristen haben auf einem Bauernhof im Nordosten Algeriens fünf Menschen ermordet. Die Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) zwangen zunächst den Besitzer, ihnen beim Töten seiner rund 300 Schafe zuzuschauen. Kurz darauf brachten sie den Mann selbst vor den Augen seiner Angehörigen um. Außerdem versteckten sie eine Bombe, wie die algerische Tageszeitung "Liberté" am Montag berichtete. Der Sprengsatz riss wenig später drei seiner Angehörigen und einen Behördenmitarbeiter in den Tod. Nach Angaben der Zeitung ereignete sich die Tat in der Nacht zum Sonntag im Verwaltungsbezirk Tebessa an der Grenze zu Tunesien.

Bei einem weiteren Attentat ebenfalls in der Nacht zum Sonntag kam im Osten des Landes ein Sicherheitsbeamter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Die mit Granaten und Schnellfeuergewehren bewaffneten Täter versuchten, ein öffentliches Gebäude in die Luft zu sprengen, indem sie zwei Benzinfässer in Brand setzten. In Algerien kommt es in jüngster Zeit wieder gehäuft zu Anschlägen und Überfällen radikal-islamischer Terroristen. Am 9. April stehen im Land Präsidentschaftswahlen an. (APA/dpa)

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