Vodafone kehrt DRM den Rücken

16. März 2009, 14:53
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MP3-Format soll Kunden mehr Freiheit bei Nutzung geben

Das britische Mobilfunkunternehmen Vodafone wird im Rahmen seiner Musikangebote auf den umstrittenen DRM-Kopierschutz verzichten. Möglich wird dieser Schritt durch eine spezielle vertragliche Vereinbarung, die der auf mehr als 40 Märkten der Welt tätige Konzern mit drei der vier großen Musiklabels getroffen hat. Demzufolge haben sich die Universal Music Group, Sony Music Entertainment und EMI Music dazu bereit erklärt, musikalische Werke aus den eigenen Beständen künftig auch ohne das Digitale Rechtemanagement für Mobilfunk- und PC-Geräte bereit zu stellen. Auch mit Warner Music, dem letzten noch ausständigen Majorlabel, stünden entsprechende Verhandlungen bereits kurz vor dem Abschluss, heißt es von Vodafone. "Die neuen Abkommen sind die ersten ihrer Art für einen Mobilfunknetzbetreiber. Sie eröffnen uns die Möglichkeit, DRM-freie Musik an eine Vielzahl von Handy- und PC-Geräten zu schicken, ohne diese extra miteinander synchronisieren zu müssen", so der Mobilfunkkonzern.

"Musik ist eines der zentralen Themen bei Vodafone"

Die Umstellung auf das MP3-Format wird zunächst lediglich in Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Neuseeland erfolgen. Im weiteren Verlauf soll die DRM-freie Musik aber auch in solchen Ländern zur Verfügung gestellt werden, in denen das Vodafone-Angebot in Partnernetzen bereitgestellt wird. "Musik ist eines der zentralen Themen bei Vodafone", erklärt Carmen Hillebrand, Pressesprecherin bei Vodafone Deutschland, auf Anfrage von pressetext. Durch den Verzicht auf den Kopierschutz wolle man den Konsumenten mehr Freiheit in Bezug auf die Nutzung der erworbenen Musik einräumen. "Unsere 'Music Unlimited'-Strategie zielt darauf ab, das Erwerben und Genießen digitaler Musik bei voller Preistransparenz in jeder Lebenslage noch einfacher und günstiger zu gestalten. Das beinhaltet auch die Wahl des Abspielgeräts. Dank der DRM-freien Musik hat der Kunde nun die Wahl, auf welchem Gerät er seine Musik abspielt", fasst Hillebrand zusammen.

Pläne

Mit den aktuellen angekündigten Plänen reiht sich Vodafone in eine zunehmend länger werdende Liste von Anbietern ein, die im Rahmen von Musikdownloads gänzlich auf einen DRM-Kopierschutz verzichten. Erst Anfang des Jahres hatte Apple, der derzeitige Marktführer in Sachen digitaler Musik, auf der Macworld in San Francisco verkündet, künftig bei iTunes auf das unbeliebte Rechtemanagement verzichten zu wollen. Rund acht der insgesamt zehn Mio. über den Apple-Music-Store erhältlichen Songs können seitdem ohne DRM-Schutz erworben werden. Die restlichen zwei Mio. Songs sollen bis April über einen geringen Aufpreis von DRM befreit werden können. Bei Vodafone lassen sich die bereits erworbenen kopiergeschützten Titel hingegen kostenlos noch einmal im MP3-Format herunterladen. "Wir bieten unseren Kunden an, die bereits schon einmal gekaufte Musik erneut auf ein Handy herunterzuladen. Im Zuge dieses Redownloads kann der Kunde seine bereits gekauften Musikstücke jetzt noch einmal DRM-frei erwerben, ohne dafür erneut zahlen zu müssen", so Hillebrand abschließend. (pte)

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