Österreicher setzen auf Nachhaltiges

16. März 2009, 14:07
2 Postings

In der Krise wollen die Österreicher mehr Geld für nachhaltige, gesunde und umweltgerechte Produkte und Leistungen ausgeben

Wien - Jene nachhaltigen, gesunden und umweltgerechten Produkte und Leistungen werden als Gewinner aus der Krise herausgehen. Dafür dürfte weniger Geld für Luxusgüter, Urlaube und Elektronik fließen. In Summe werden die Österreicher weniger Geld ausgeben, geht aus einer am Montag in Wien veröffentlichten Karmasin-Studie zum Thema "Konsumentenverhalten in der Krise" hervor.

Auch auf österreichische Herkunft wollen 79 Prozent der Befragten mehr achten. In die Zukunft zu investieren ist für 9 Prozent wichtig, sie wollen für Ausbildung und Weiterbildung mehr ausgeben. Auch bei Gesundheit (Wellness/Erholung, Medikamente) soll nicht gespart werden, dies gilt für 13 Prozent der Befragten. Biologische Lebensmittel sind große Gewinner, denn 15 Prozent kündigen an, für solche Produkte mehr auszugeben, und 11 Prozent wollen auch bei Fair Trade Produkten tiefer in die Tasche greifen. Durch die steigenden Energiepreise (Tanken, Heizung, Strom) haben sich 10 Prozent der Befragten damit abgefunden, in diesem Bereich mehr auszugeben.

Wo gespart wird

Weniger Geld wollen die Österreicher für die Gastronomie (44 Prozent), Urlaube (41 Prozent) sowie Elektronik, Mode und Kino (je 38 Prozent) ausgeben. Aber die Auswirkungen der Krise betreffen das ganze Wertesystem: Faktoren wie Macht, Abenteuer und Luxus verlieren deutlich an Bedeutung, vor allem für Männer unter 30, geht aus der Studie heraus. Im Gegenzug setzen die Österreicher nun auf Vertrauen, Optimismus, Sicherheit und Verantwortung. 38 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass "Verzicht" und "Solidarität" nun wichtiger werden.

Die Finanzkrise betrifft vier Fünftel aller Befragten, ob Emotional oder Finanziell. Die meisten fürchten, ihr Erspartes zu verlieren, sich weniger leisten oder weniger auf die hohe Kante legen zu können, so die Studie. Das Preisbewusstsein steigt und Rabatte werden mit mehr Aufmerksamkeit verfolgt. Luxusmarken verlieren, Eigenmarken werden stattdessen interessanter.

In Summe kehren die Leute zu ihren eigenen Wurzeln zurück, die Sehnsucht nach Sicherheit, Vertrauen und Optimismus ist groß. "Die Leistungsgesellschaft wird neu interpretiert" schließt die Studie von Sophie Karmasin Market Intelligence GmbH im Auftrag von Ecker & Partner. 500 Personen wurden dazu Anfang März befragt. (APA)

 

Share if you care.