Österreich fehlen 1.700 IT-Fachkräfte

16. März 2009, 12:49
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Förderungen statt Kredite - Softwarekonzern will Firmen zur Nutzung von EU-Fördertöpfen animieren

Der heimischen Informationstechnologie-Branche fehlen rund 1.700 Fachkräfte. Trotz Wirtschaftskrise, so Microsoft-Österreich Chefin Petra Jenner am Montag vor Journalisten.
Dadurch können "Projekte nicht umgesetzt" werden.

Qualifikation

Die meisten Stellen sind deshalb offen, weil die Bewerber nicht die richtige Qualifikation haben. Dem will Microsoft mit der verstärkten Aus- und Weiterbildung von Fachkräften entgegenwirken. Gespräche mit dem AMS werden bereits geführt.

Im Oktober des vergangenen Jahres fehlten Österreich 3.800 IT-Arbeiter. Die IT-Branche in Österreich umfasste 2008 rund 15.600 Unternehmen mit ca. 63.000 Beschäftigten. Ein Großteil davon – rund 41.000 Menschen – arbeitet im Softwaremarkt.

"Die Fördertöpfe sind da"

Gemeinsam mit EU-Abgeordneten Paul Rübig erinnerte Jenner daran, dass die EU jährlich mehrere Milliarden Euro an Firmenförderungen vergibt. "Die Fördertöpfe sind da, es braucht Unternehmen, die investieren und Förderungen abholen", so Rübig.

Damit Unternehmen an das Geld aus Brüssel kommen, rät Microsoft zur Nutzung des kostenlosen "EU-Fördermittel-Ratgebers". Einer Datenbank die von der Wirtschaftskammer (WKÖ), Microsoft, Hewlett-Packard (HP) und Intel gesponsert wird. Wenig überraschend: Es gibt insbesondere Infos über Förderungen von Investitionen in die Firmen-IT.

Consulting

Der Fördermittel-Ratgeber biete weiters die Möglichkeit, ein Fördermittel-Consulting in Anspruch zu nehmen, hieß es. Über eine Kontaktfunktion werden Interessenten zu Beratern weitergeleitet, die Firmen bei der Auswahl eines geeigneten Förderprogramms und während des Antragsverfahrens unterstützen können. In Österreich arbeiten die Projektpartner mit den Fördermittel-Experten der Consulting-Agentur euroFinder econet GmbH zusammen.

Auch für Oracle oder Linux-Projekte

Microsoft betont, dass Unternehmen den ratgeber auch "für Oracle-" oder Linux-Projekte nutzen kann. Seit 2005 haben in Österreich 65 Unternehmen derartige Beratungen in Anspruch genommen. Von den eingereichten Anträgen wurde 90 Prozent positiv abgewickelt, so Jenner. Gefördert wurde die Entwicklung es CMS (Content management system) , Ausbildungsplätze oder Sharepoint-Erweiertunge. (red)

  • Microsoft-Österreich Chefin Petra Jenner

    Microsoft-Österreich Chefin Petra Jenner

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