Steigender Meeresspiegel bedroht New York und Boston

16. März 2009, 12:05
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Folgen des Klimawandels für US-Nordostküste wegen veränderter Meeresströmungen drastischer als in anderen Regionen

Washington - Ein Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der globalen Erwärmung bedroht nach einer neuen Studie auch New York und Boston. Anhand neuer Computermodelle sagten Wissenschaftler voraus, dass die Folgen für die Nordostküste der USA noch drastischer ausfallen würden als in anderen Regionen. Denn dort soll der Meeresspiegel aufgrund von Änderungen der Meeresströmungen noch einmal um 20 Zentimeter zusätzlich steigen.

Die Studie wurde am Sonntag in der Online-Ausgabe des Magazins "Nature Geoscience" veröffentlicht. Der Wissenschaftler Jianjun Yin von der Universität Florida erklärte, die Ozeane würden nicht überall in gleichem Maß ansteigen. Im Nordosten der USA werde der Anstieg "größer und schneller" sein. Eine der am schwersten betroffenen Städte werde Boston sein.

Der Klimaexperte Donald Boesch von der Universität Maryland, der nicht an der Studie beteiligt war, erklärte, 20 Zentimeter zusätzlich zu dem weltweit erwarteten Meeresanstieg von 60 bis 90 Zentimetern bis zum Jahr 2100 sei eine Menge, besonders wenn Hurrikane und andere Stürme ins Spiel kämen. Es sei keineswegs so, dass es dabei nur um einige gefährdete Häuser an der Küste oder um Feuchtgebiete gehe, sagte er: "Dieser Anstieg der Meereshöhe zusätzlich zu den Sturmbrandungen, die wir heutzutage erleben, gefährdet viel Infrastruktur, darunter auch die New Yorker U-Bahn." (APA/AP)

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