Raiffeisen Evolution: Kein Rückzug aus Osteuropa geplant

16. März 2009, 11:43
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Russische Medien hatten berichtet, dass Raiffeisen Evolution das Moskauer Leninskij Prospekt oder das San Gally Park Center in St. Petersburg abstoßen wolle

Wien - Der Immo-Entwickler Raiffeisen Evolution sieht sich entgegen russischen Medienberichten nicht gezwungen, aufgrund der Wirtschaftskrise aus Projekten in Russland oder anderen osteuropäischen Staaten auszusteigen, erklärte Unternehmenssprecherin Astrid Kares. Die russische Wirtschaftszeitung "RBC Daily" hatte berichtet, dass Raiffeisen Evolution das Moskauer Leninskij Prospekt oder das San Gally Park Center in St. Petersburg abstoßen wolle. "Wir führen die Projekte weiter. Derzeit sind sie im Vorbereitungsstadium", so Kares.

Sobald Raiffeisen "die Marktlage für approbat" halte, würden die Bagger bestellt. Wie groß das Investitionsvolumen der beiden Projekte sei, konnte Kares nicht beziffern. Sie betonte, dass man als Immo-Entwickler grundsätzlich Projekte verkaufen möchte. "Wir haben auch schon Grundstücke verkauft", so Kares.

Kein Ausstieg

Ein Ausstieg aus bestimmten CEE-Staaten infolge der Finanzkrise sei aber derzeit kein Thema, auch nicht etwa aus Rumänien, wie vor kurzem in österreichischen Medien zu lesen war. In diesem Zusammenhang zitierte Kares Markus Neurauter, Geschäftsführer der Raiffeisen Evolution: "Wir haben das Glück, keine großen Projekte in Osteuropa in Bau zu haben." Die Finanzierung von Immo-Projekten sei derzeit bei Raiffeisen "in Ordnung". Man habe in den vergangen Jahren viel akquiriert.

Das Bürohaus-Projekt Leninskij Prospekt in Moskau habe eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern. Das multifunktionale San Gally Park Center in St. Petersburg ist mit einer Bruttonutzfläche von 112.700 Quadratmeter geplant und soll 2011 fertiggestellt werden. Es sieht unter anderem den Bau eines Vier-Sterne-Hotels, von Büros und Geschäftslokalen vor.

An der Raiffeisen Evolution sind die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG mit 40 Prozent sowie die Raiffeisen Holding, der Versicherer Uniqa und der Baukonzern Strabag mit je 20 Prozent beteiligt. (APA)

 

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