Arabische Staaten wollen auch den Iran einbinden

16. März 2009, 10:54
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Offene Worte zwischen Teheran und Riad - Palästinenser-Gespräche kommen voran

Riad/Kairo - Die arabischen Staaten wollen in ihre neue Kampagne für Stabilität in Nahost nun offensichtlich auch den Iran einbinden. Die Zeitung "Arab News" berichtete am Montag, König Abdullah von Saudi-Arabien habe den iranischen Außenminister Manouchehr Mottaki am Sonntag bei einem vorab geheim gehaltenen Treffen in Riad aufgefordert, diese Bemühungen nicht zu gefährden.

In Anspielung auf die Unterstützung des Irans für die schiitische Hisbollah im Libanon und für radikale Palästinensergruppen, sagte Außenminister Prinz Saud al-Faisal: "So sehr wir auch die iranische Unterstützung für die arabischen Anliegen schätzen, so sehr würden wir uns auch wünschen, dass diese Unterstützung durch die legalen arabischen Kanäle fließen würde."

Fortschritte in Kairo

Arabische Medien vermeldeten am Montag, die rivalisierenden Palästinenserfraktionen hätten bei ihren Versöhnungsverhandlungen in Kairo am Wochenende erste konkrete Fortschritte erzielt. Alle Parteien seien mit dem 25. Jänner 2010 als Termin für die nächste Parlamentswahl einverstanden. Über die Besetzung der Ministerposten in einer Regierung der nationalen Einheit werde aber weiter gestritten.

Am vergangenen Mittwoch hatten sich die Staatschefs von vier arabischen Ländern in Riad getroffen, um vor dem Gipfel der Arabischen Liga Ende März alle Streitfragen zu klären. Dabei sollen Saudi-Arabien und Ägypten den syrischen Staatschef Bashar al-Assad aufgefordert haben, die Verhandlungen der Palästinenser nicht zu behindern. Einige der radikalen Palästinenserfraktionen haben ihren Sitz in Syrien. (APA/dpa)

 

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    Herzlicher Empfang des iranischen Außenministers Manouchehr Mottakidurch seinen saudiarabischen Amtskollegen Saud Al Faisal (rechts).

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